«In der Regel bleibt es noch bei einer Verwarnung»

HOVERBOARDS IN ST.GALLEN ⋅ Hoverboards sind im Trend. Immer mehr solcher Elektrostehroller rollen über die Strassen, auch in der Stadt. Was viele nicht wissen: Im öffentlichen Raum dürfen diese Fahrzeuge gar nicht benutzt werden. Die Polizei ist im Moment bei Kontrollen noch kulant, erklärt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei.

20. März 2017, 19:21
Wie oft kontrollieren Sie Personen, die auf Hoverboards in der Stadt unterwegs sind?
Dionys Widmer:
Das kommt vereinzelt vor, ja. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Kinder oder Jugendliche. Zur Häufigkeit führen wir aber keine Statistik. Klar ist: Je schöner das Wetter, desto mehr Menschen sind mit den Hoverboards unterwegs.

Wer mit den Stehrollern im Strassennetz unterwegs ist, riskiert strafrechtliche Konsequenzen. Viele wissen das aber nicht. Sind Sie deshalb kulanter?
Widmer:
Halten wir jemanden mit einem Hoverboard an, machen wir ihn auf die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam und belassen es in der Regel bei einer Verwarnung. Wenn das nichts nützt und die Person wiederholt auf einem solchen Gefährt angehalten wird, folgt eine Anzeige. Grundsätzlich gilt: Wir tolerieren die Benützung von Hoverboards im öffentlichen Raum nicht. Auf privatem Gelände ist sie hingegen gestattet.

Muss die Polizei in diesem Zusammenhang also vor allem Aufklärungsarbeit leisten?
Widmer:
Auch. So gibt es zum Beispiel im Internet eine Checkliste, auf der aufgeführt ist, welche Fahrzeuge erlaubt sind und welche nicht. Unsere Instruktoren sind zudem an Schulen aktiv, um auf das Verbot aufmerksam zu machen.
Dionys Widmer Zoom

Dionys Widmer

Warum sind Hoverboards eigentlich verboten?
Widmer:
Sie sind einerseits nicht typengeprüft und genügen den gesetzlich vorgeschriebenen technischen Anforderungen nicht, andererseits sind sie keiner Fahrzeugkategorie zuzuordnen. Aus diesen Gründen sind sie gemäss Strassenverkehrsgesetz auch nicht zugelassen.

Wie sieht es mit ähnlichen Fahrzeugen wie Segways oder E-Kickboards aus?
Widmer:
Bei den elektrischen Tretrollern besteht das gleiche Problem wie bei den Hoverboards. Segways sind hingegen zugelassen und haben ein Kontrollschild. (ghi) 

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