Heimatschutz fordert ebenfalls Planungszone

25. September 2014, 07:00

Der Heimatschutz St. Gallen/ Appenzell-Innerrhoden fordert auch eine Planungszone und damit eine bauliche Denkpause für das Gebiet hinter dem St. Galler Hauptbahnhof. Dies in einer Mitteilung von gestern und als Reaktion darauf, dass die vier zum Architekturwettbewerb für den Neubau anstelle von Klubhaus und Lagerstrasse 10 eingeladenen Büros sowie zwei Jurymitglieder aus diesem Verfahren ausgestiegen sind. Der Heimatschutz unterstützt so die Forderung einer Motion, die vorgestern Dienstag im St. Galler Stadtparlament durch Gallus Hufenus und Doris Königer (beide SP) eingereicht worden ist.

«Marschhalt» nützt allen

Ein planerischer Neustart hinter dem Hauptbahnhof eröffne zahlreiche Chancen, begründet der Heimatschutz in seiner Mitteilung. Das Resultat werde ein neuer Gestaltungsplan sein, der auch eine höhere Ausnutzung und damit ökonomisch interessantere Lösungen ermöglichen könne. Ein solches Vorgehen sei auch für einen Investor interessant, der allenfalls dereinst die restlichen Parzellen in der Häuserzeile neben Klubhaus und Lagerstrasse 10 von der Stadt für eine Überbauung übernehmen wolle. Investoren wollten nämlich wissen, was rundum möglich sei und entstehe. Auch für die drei bauwilligen Familienausgleichskassen des Gewerbes eröffneten sich durch einen planerischen Neustart neue Möglichkeiten. Dieser sei also ein «Marschhalt», der sich letztlich für alle lohne.

Partizipativ und offen

Der Heimatschutz hat konkrete Vorstellungen, wie der Neustart zwischen Fachhochschule und Lokremise an die Hand genommen werden könnte. Zuerst soll der Stadtrat eine Planungszone erlassen, die vorerst für drei Jahre gilt. Neue Planungsgrundlagen sollen dann mit Hilfe eines spezialisierten Büros erarbeitet werden. Es müsse die Regeln eines partizipativen Prozesses kennen und anwenden sowie den Dialog mit allen Beteiligten offen und intensiv führen. So steigt nach Meinung des Heimatschutzes St. Gallen/Appenzell-Innerrhoden die Chance, dass eine der wichtigsten Baulandreserve der St. Galler Innenstadt wirklich belebt werden kann. Wie dies ja der Stadtrat auch selber wünsche. (pd/vre)


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