Grüngutabfuhr spürt den Frühling

ENTSORGUNG ⋅ 1600 Abos wollte die Stadt bis zur Lancierung des Angebotes im Januar verkaufen. Dieses Ziel wurde bis heute nicht erreicht. Trotzdem ziehen die Verantwortlichen eine positive Zwischenbilanz.
12. April 2017, 07:13
Christoph Renn

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Mit 770 verkauften Grüngut-Abos ist das neue Angebot der Stadt im Januar gestartet. Geplant waren 1600. Bis heute ist die Zahl auf über 1000 verkaufte Abos gestiegen. Und sie steigt stetig an. Die Grüngutabfuhr stösst auf immer breiteres Interesse. «Mit der Tausendermarke haben wir eine erste Marke geknackt», sagt Marco Sonderegger, Leiter der Entsorgung St. Gallen. Das Potenzial der neuen Dienstleistung der Stadt sei damit zwar noch lange nicht ausgeschöpft. «Das Projekt läuft aber gut. Wir werden weiterhin auf dieses Angebot aufmerksam machen.» So auch an der Offa, wo Entsorgung St. Gallen die Grüngutabfuhr an der Sonderschau «grün.gut.besser. Gartenoase» in der Halle 2.0 vorstellt.

«Das Ziel der Sonderschau ist nicht nur, Werbung für das Angebot zu machen», sagt Sonderegger. «Wir wollen die neue Dienstleistung Grüngutsammlung vorstellen und erklären, wie richtig gesammelt wird.» Denn noch immer würden einige denken, dass die Grüngutabfuhr nur für Gartenschnitt gedacht sei. «Doch in unsere Containern können auch Speisereste entsorgt werden», sagt Sonderegger. Am Stand können sich die Messebesucher beraten lassen, welche Grösse der Container am besten passt. Abos können direkt an der Sonderschau gelöst werden (siehe Zweittext). Zudem wird aufgezeigt, welches Störstoffe im Sammelgut der Grüngutabfuhr sind.

Die Container sind überall in der Stadt zu sehen

Mit den 1000 verkauften Grüngut-Abos hat Entsorgung St. Gallen zwar eine erste Marke überschritten. Trotzdem liegt die Zahl noch immer unter der Erwartung. Trotzdem zieht Sonderegger eine positive Zwischenbilanz: «Die Resonanz ist durchwegs positiv. Die Zahl der verkauften Abos steigt stetig, und wir können uns flexibel auf das Wachstum ausrichten.» Dies führt er auf verschiedene Faktoren zurück: «Mittlerweile sind die grünen Container und das Fahrzeug überall in der Stadt zu sehen.» Das sei die beste Werbung. So werde das Angebot zum Thema, und die Leute sprechen darüber. «Wir haben bei den Abo-Zahlen sicherlich auch vom Frühling profitiert», sagt Sonderegger. Die Leute würden sich überlegen, wo sie mit den Gartenabfällen hin sollen. Dann sei das Angebot der Stadt eine umweltfreundliche und nachhaltige Möglichkeit. «Momentan verkaufen wir täglich neue Abos.» Für den Start der Grüngutabfuhr sei die tiefere Zahl an Containern sogar von Vorteil gewesen. «Wir konnten so Erfahrungen sammeln und unser neues Dienstleistungsangebot stetig optimieren», sagt Sonderegger. Die zwei neuen Mitarbeiter hätten sich gut eingearbeitet.

Noch reicht ein Grüngut-Fahrzeug aus

Das Parlament hat zwei Fahrzeuge und sechs Mitarbeiter bewilligt. Für die tausend Abos reichen jedoch ein Fahrzeug und zwei Mitarbeiter. «Wir gingen von Anfang an von einer fünfjährigen Einführungsphase aus.» Wenn die Abozahl enorm ansteigen würde, hätte Entsorgung St. Gallen so jedoch die Möglichkeit, sofort aufzustocken. «So können wird unser Angebot flexibel der Nachfrage anpassen.»

www.grüngutbesser.ch


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