Auch Kinder haben Rechte

ST.GALLEN ⋅ Kinder selber haben am Samstag im St. Galler Stadtzentrum auf den Tag der Kinderrechte aufmerksam gemacht. Sie schrieben und malten dafür ihre Wünsche aufs Pflaster. Parallel dazu fand eine Standaktion statt.
21. November 2016, 06:27

Rund 80 Kinder im Primarschulalter waren es, die am Samstag an der Stadtsanktgaller Kinderrechtsaktion auf dem Bärenplatz teilnahmen. Mit Kreide schrieben und malten sie aufs Pflaster, was sie ändern oder was sie sich wünschen würden, wenn sie Königin oder König wären. Das Resultat ihrer Bemühungen fiel phantasievoll und bunt aus. Und es löste beim einen oder anderen Passanten Fragen aus.

1989 hat die UNO eine Konvention über die Rechte der Kinder verabschiedet. Als einer der letzten Staaten überhaupt hat die Schweiz diesen Vertrag 1997 ratifiziert. Umgesetzt sind die Kinderrechte bei uns allerdings noch lange nicht. 2015 hat die UNO im Gegenteil nicht weniger als 118 Empfehlungen abgegeben, um den Prozess der Umsetzung in der Schweiz zu beschleunigen.

Am 20. November, dem internationalen Tag der Kinderrechte, wird seit einigen Jahren auch in St. Gallen auf die Umsetzungsprobleme aufmerksam gemacht. Am vergangenen Samstag informierte der Verein Kinderrechte Ostschweiz auf dem Bärenplatz darüber, was Kinderrechte eigentlich sind und wieso es mit ihrer Umsetzung harzt. Städtische Organisationen der Offenen Arbeit mit Kindern führten am gleichen Ort die Malaktion und anschliessend eine Kinderdisco im Lagerhaus durch.

Die Kinderrechte basieren auf den allgemeinen Menschenrechten und stehen gemäss UN-Konvention allen Personen unter 18 Jahren zu. Daraus ableiten lassen sich konkrete Rechte. Etwa, dass Interessen der Kinder im Vordergrund stehen müssen, dass sie ihre Meinung äussern dürfen, dass sie Privatsphäre haben, vor Gefahren geschützt werden müssen, die Schule besuchen dürfen und Freizeit haben. (vre)


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