554 Lektionen und 1500 Lernstunden

91 Absolventen haben an der Isme den Passerellen-Lehrgang abgeschlossen. Mit der Berufsmatura ermöglichen die Diplome den Zugang zu Unis.
14. September 2016, 02:40
Claudia Schmid

Isme ist die Abkürzung für Interstaatliche Maturitätsschule für Erwachsene. Sie unterhält in Sargans und St. Gallen Schulorte. «Am 19. Oktober haben an unseren beiden Standorten 130 Studierende in sechs Klassen den Passerellen-Lehrgang 2015/16 in Angriff genommen», erklärte Isme-Rektor René Stadler an der Abschlussfeier, die am frühen Donnerstagabend in der Aula der Kantonsschule am Burggraben stattfand. Zwar hätten alle eine Berufsmatura in der Tasche, doch stammten sie aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen.

Wie der Rektor in seinen Grussworten ausführte, absolvierten die Studierenden 30 Unterrichtswochen, 544 Lektionen und ungefähr 1500 Lernstunden. 120 Frauen und Männer traten die Prüfungen an, 91 bestanden sie auch. Dieser Wert entspreche 75,8 Prozent und liege über dem langjährigen Durchschnitt. In acht schriftlichen und drei mündlichen Prüfungen hätten sich die Studierenden mit den verschiedensten Themen befasst. So hatten sie beispielsweise die Wechselwirkung zwischen Meer und Atmosphäre im Südpazifik während der Normalsituation und einem El-Niño-Jahr zu erläutern oder knifflige Berechnungen zu lösen. Eine andere Aufgabe ging der Frage nach, weshalb das Herz eines Frosches stundenlang weiterschlägt, wenn man es in eine Nährlösung legt, und was diese enthalten muss.

Es warten noch einige Stolpersteine

Mit einer höheren Bildung sei Verantwortung verbunden, betonte der Rektor. Er rief die Studierenden dazu auf, mit offenen Augen und Ohren durch das Leben zu gehen, kritisch zu bleiben und gegenüber sich selbst, den Mitmenschen, der Gesellschaft und der Natur Verantwortung wahrzunehmen. Sein Dank ging nicht nur an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Passerellen-Lehrganges, sondern auch an die Lehrpersonen. Sie hätten die anspruchsvolle Aufgabe, das grosse Stoffpensum in bearbeitbare Portionen aufzuteilen und die wesentlichen Elemente herauszuarbeiten, mit viel Engagement gemeistert.

Der Passerellen-Ausweis berechtigt die Studierenden nun, ein Studium an einer Universität oder an einer Pädagogischen Hochschule aufzunehmen. In der weiteren Ausbildung würden aber noch einige Prüfungen und Stolpersteine warten, betonte René Stadler abschliessend. Während der Ausbildung an der Isme hätten die Studierenden aber gezeigt, dass sie fähig seien, kritisch zu denken, selbständig zu arbeiten und grössere Stoffmengen zu verarbeiten.

Zusammen mit den Klassenlehrpersonen übergab der Rektor die Ausweise an all jene erfolgreichen Studierenden, welche den Passerellen-Lehrgang am Standort St. Gallen absolviert hatten. Es handelte sich um vier Klassen. Die besten Resultate erreichten in der Klasse P1 Christoph Dieziger aus Jona, Sascha Martin aus Rorschach und Julia Zahner aus Uznach mit 26 Punkten. In der P2 waren es die beiden Flawiler Nis Erik Bohne mit 28,5 Punkten und Andreas Kuster mit 27 Punkten. Tobias Hutter aus Gais erzielte mit 27 Punkten das beste Resultat in der Klasse P3 und Noah Rohner aus St. Gallen mit 26,5 Punkten in der Klasse P4.


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