Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 30. April 2011 01:07:58

Wie Steine faszinieren können

Zoom

Der Geologe Oskar Keller orientiert im neuen Lerngarten beim Stella Maris über die Herkunft verschiedener Steine. (Bild: pd)

Mit dem Referat «Vom Meeresstrand zum Rorschacher Berg» und Demonstration über die Werkzeugherstellung in der Steinzeit wurde der neue Lerngarten eröffnet. Dort gibt es gegen hundert Posten für Schülerinnen und Schüler aller Stufen.

Peter Beerli

rorschach. Am Regionalen Didaktischen Zentrum der Pädagogischen Hochschule im Stella Maris wurde für die nächsten acht Monate der Lerngarten «Faszination Steine» geschaffen, der vor dem Eingang zum Gebäude beginnt und vor allem die Lernwerkstatt und den Innenhof umfasst.

Ein Jahrmillionen-Bericht

Der Geologe Oskar Keller fesselte zur Eröffnung am Donnerstagabend Dozenten und Lehrkräfte mit einem Überblick über die geologische Geschichte der Rorschacher Sandsteine, welche sich über Jahrmillionen erstreckte. In der Molassezeit war der Rorschacher Berg Meeresküste, steckte später als Bodensee-Hochland in einem Plateau, mauserte sich schliesslich zum Berg. Das Gestein wurde zu Sand und wieder zum Gestein, das schliesslich in den letzten 2000 Jahren erst als Rorschacher Sandstein für Bauten abgebaut wurde. Der Referent war, wie Bruno Günter als Leiter des Didaktischen Zentrums ausführte, während fast eines Jahres an der Erarbeitung des Lerngartens beteiligt.

Handlungsorientierte Posten

Mit beinahe hundert Posten führt der neue Lerngarten in die Welt der Steine und Mineralien, der Edelsteine und Halbedelsteine, Fossilien, Gletscher und Eiszeiten. Die Themen reichen von Erdgeschichte über Kultur und Kunst bis zu Bau und Architektur. Auch Spiele und Namen haben mit Steinen zu tun und werden im Lerngarten thematisiert. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur Oberstufe altersgerecht an einen Teilaspekt der Entwicklungsgeschichte der Erde und an die lokale Geologie heranzuführen. Lehrkräfte und Schüler finden eine handlungsorientierte Lernumgebung mit Möglichkeiten zur freien Arbeit, etwa beim Herstellen von Skulpturen aus Sandstein, beim Experimentieren mit dem Steinxylophon oder dem Schleifen und Zerschneiden von Steinen mit speziellen Werkzeugen. Am Eröffnungsabend beispielsweise half der Malanser Primarlehrer Daniel Müller in die Steinzeit einzusteigen und zu versuchen, wie Menschen aus dieser Zeit mit primitiven Mitteln Werkzeuge herzustellen und Feuer zu entfachen. Auch der durch das Präparieren von Fossilien bekannt gewordene St. Galler Urs Oberli und der Sachbuchautor und Dokumentarfilmer Jost Schneider arbeiten zum Thema Steine mit dem Didaktischen Zentrum zusammen und bieten spezielle Kurse an.

Vor dem Besuch mit Schülern

Lehrerinnen und Lehrer, welche das Angebot nutzen wollen, sind eingeladen, sich in Einführungskursen im Lerngarten vorzubereiten, die Posten zu evaluieren, zu erkunden und schliesslich auszuwählen, welche ihnen für ihre Klassen geeignet erscheinen. Eine vorgängige Beschäftigung mit den Lernbereichen ist für Lehr- und Betreuungspersonen Grundlage für einen erfolgreichen Lerngarten-Besuch. Für die Weiterarbeit im Unterricht stehen die Homepage sowie eine DVD zu den Lernbereichen zur Verfügung.





Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / ipad

iPad und E-Paper

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: