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Tagblatt Online, 09. Januar 2009 01:01:43

Schonfrist für den Warteggpark

Für das Ziel, die verbliebene Baufläche und damit den ganzen Park grün zu bewahren, konnte mehr Zeit gewonnen werden. So bleibt die Rettung möglich, gesichert ist er aber noch nicht.

Fritz Bichsel

RORSCHACHERBERG. Ernst Tobler hat das Amt des Gemeindepräsidenten von Rorschacherberg am 31. Dezember abgegeben. Das Ziel, bis dahin genügend Geld zu beschaffen für den Kauf des Baulandes durch eine Stiftung, damit im Warteggpark nicht gebaut wird, war nicht ganz erreichbar.

«Mehr Zeit nötig»

Auf Wunsch des Nachfolgers betreut Ernst Tobler die unter seiner Leitung lancierte Rettungsaktion weiter. Die Gefahr, dass sie kurz vor dem Ziel scheitert, ist vorerst gebannt, wie er auf Anfrage erklärt: «Alle Beteiligten kamen zum Schluss, dass mehr Zeit nötig ist, und verlängerten die Frist.»

Zeitdruck war entstanden, weil namhafte Spenden bis Ende 2008 befristet waren und auch die Eigentümerin des Baulandes das Geschäft bald abwickeln wollte. Nach Auskunft von Ernst Tobler halten die betreffenden Spender nun aber ihre Zusage noch aufrecht und lässt auch die Eigentümerin Swisscanto weiterhin mit sich reden über eine Reduktion des Kaufpreises. Einen neuen Termin gebe es nicht. Trotzdem müsse schnell gehandelt werden, denn Beteiligte erwarteten eine Lösung «innert nützlicher Frist».

Noch eine halbe Million

Mit dem Ja der Bürgerversammlung vom 17. Dezember zum Gemeindebeitrag von 1,9 Mio. waren aus Beiträgen der öffentlichen Hand sowie Spenden von Stiftungen und Privaten rund 4 Mio. beisammen. So fehlten bis zum Kaufpreis, den Swisscanto anstrebte, noch 700 000 Franken. Inzwischen konnte die Lücke auf etwa 500 000 reduziert werden. Ernst Tobler ist zuversichtlich, dass sie sich ganz schliessen lässt: durch weitere Spenden einerseits und Preisreduktion – deren Höhe noch offen sei – andererseits. Grund zu Optimismus gibt ihm auch, dass weitere Stiftungen über Beiträge an die Rettung des Warteggparks entscheiden werden. Und er ist dankbar, wenn sich weitere Geldgeber, auch Firmen und Privatpersonen, engagieren – «früher hätte man gesagt, für dieses Gott wohlgefällige Werk».





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