Tagblatt Online, 23. Juni 2008 01:13:17
Kleine, feine Kultur
Der Horner Kreis bleibt auch 2008 seinem Motto «Kultur und Begegnung am See» treu
Die Appenzeller Frauestriichmusig eröffnet die Saison 2008. (Bild: Bild: pd)
Horn. Am Samstag startet der Horner Kreis in die neue Saison. Von der Appenzeller Frauestriichmusig über junge Musiktalente bis zu einem Tanzkurs bietet der Kulturveranstalter ein vielfältiges Programm für Jung und Alt.
Andrea sterchi
Der Kunstweg «Strandgut» fand im vergangenen Sommer Beachtung weit über die Gemeinde- und Kantonsgrenze hinaus und zog gegen hunderttausend Menschen ans Horner Seeufer. Die Saison nach «Strandgut» bedeutet für das Team des Horner Kreises nun so etwas wie ein Neuanfang. «Einen solchen Grossanlass können wir nicht jedes Jahr organisieren», meint Safer Mourad, Präsident des Kulturvereins. Zudem gab es im Team einige personelle Wechsel. Das hindert das OK jedoch nicht, für die Saison 2008 ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Dabei knüpft es an die Saisons vor «Strandgut» an und bleibt seinem Motto «Kultur und Bewegung am See» treu. «Wir bieten kleine, feine Kultur und ein wenig dazu», beschreibt Safer Mourad. Das Programm möchte Jung und Alt ansprechen und sowohl Musik und Literatur berücksichtigen. Und es muss mit dem zur Verfügung stehenden Budget umgesetzt werden können. Das sind pro Jahr rund 10 000 Franken, wovon ein grosser Teil für die Werbung aufgewendet und mit dem Rest die Gagen der Künstler bezahlt wird.
Volksmusik bis Jazz
Den Auftakt in die neue Saison macht am nächsten Samstag die Appenzeller Frauestriichmusig. Die vier Frauen haben sich der appenzellischen Volksmusik verschrieben und ergänzen ihr Repertoire mit ausländischen Musikstücken. Bereits zur Tradition geworden ist der im August stattfindende «Jazz am See». Gerade mit dieser Veranstaltung möchte der Horner Kreis die besondere Lage Horns am See hervorstreichen. Ein Novum ist im September der Auftritt von jungen Musiktalenten aus dem Dorf. Unter der Idee «junge Rocker und Hacker» ist ein Anlass geplant, der vor allem die Jungen ansprechen soll. Die Horner Schwestern Joëlle und Valérie Vollenweider werden Country-Songs und Folk-Rock zum besten geben, die einheimische Band Die Verwirrten Therapeuten Rock. Als Kontrast tritt der junge Hackbrett-Virtuose Nicolas Senn auf. «Wir könnten natürlich auch eine angesagte Band engagieren, das lässt unser Budget aber nicht zu», sagt Safer Mourad. Er ist überzeugt, dass es den jungen Horner gelingen wird, ihre Altersgenossen anzusprechen.
Im Oktober liest dann Martha Stadlmair aus ihrem biographischen Buch «Ein stummer Schrei». Es handelt von Josi und der zur Adaption freigegebenen Tochter Martha. Begleitet wird die Autorin von Elias Bernet im Duo.
Sich beim Tanz begegnen
In dieser Saison will der Horner Kreis vor allem die Begegnung in den Vordergrund stellen. So lädt er Anfänger und Könner ab Oktober zu einem Tanzkurs. Für die Jungen eine gute Gelegenheit, günstig tanzen zu lernen, findet Safer Mourad. Die Saison beschliesst im Dezember die Wintersonnenwende-Bar. Momente der Ruhe sollen hier erlebt werden in Anknüpfung an die Adventszeit. «Nichts Schrilles, sondern ein besinnliches Beisammensein», wünscht sich Safer Mourad.
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