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Tagblatt Online, 02. November 2011 01:03:41

Erfolgreiche erste Saison

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Wohnen im Rokokostil: Das Museum im Kornhaus zeigt, wie die wohlhabenden Rorschacherinnen und Rorschacher früher gelebt haben. (Bild: Andrea Sterchi)

Über 2500 Eintritte verbucht das Museum im Kornhaus in seiner ersten Saison. Die Einträge im Gästebuch zeigen: Das Museum gefällt und kommt bei Jung und Alt an.

ANDREA STERCHI

RORSCHACH. «Wir kommen wieder», «endlich einmal etwas zum Anfassen», «wir waren wieder da, es gefällt uns immer noch» – die Einträge im Gästebuch des Museums im Kornhaus sind voll des Lobes. Das nimmt Hermann Fuhrimann, Präsident der Ortsbürgergemeinde Rorschach, die das Museum betreibt, gerne entgegen. «Wir wussten nicht, ob wir mit unserem Konzept ankommen.» Jetzt hat er die Bestätigung, die positiven Rückmeldungen stimmen ihn zuversichtlich, auf dem richtigen Weg zu sein.

Zufrieden mit Besucherzahl

Am 30. Oktober endete im Museum die erste Saison. Zwischen 2500 und 3000 Besucher sind gekommen, genauer kann Hermann Fuhrimann die Zahl nicht eingrenzen. «Mit unserem Familientarif besuchen mal drei, mal fünf Personen das Museum, wir zählen die Eintritte, nicht die Personen.» Er ist dennoch zufrieden. «Für die erste Saison, an der wir nur fünf statt sieben Monate offen hatten, eine schöne Zahl.» Natürlich sei es kein Spitzenwert, mit dem die Zukunft des Museums gesichert sei. Mindestens 5000 Besucher wären nötig, damit die Einnahmen den Spielraum deutlich vergrössern würden. Trotzdem: «Nur zufriedene Gäste und eine gute Besucherzahl – das motiviert uns für die Zukunft.»

Besucht haben das Museum vor allem Familien und Grosseltern mit ihren Enkeln. Es sei interessant gewesen zu beobachten, wie sich gerade die älteste und jüngste Generation gegenseitig ergänzt hätten, erzählt Fuhrimann. «So mahnte die Grossmutter ihren Enkel zuerst, die Dinge nicht anzufassen, bis sie sie, nachdem ihr Enkel ihr erklärt hat, dass man sie anfassen muss, vor ihm in der Hand hatte.» Das Museum sei aber kein reines Familien- oder Kindermuseum, sagt Hermann Fuhrimann. «Es kamen auch viele Erwachsene.»

Ausstellung «à jour bringen»

Die nächste Saison startet am 31. März 2012. Die Zeit bis dahin nutzen Hermann Fuhrimann und sein Team, um die Ausstellung «à jour zu bringen und weitere Überraschungen auszudenken». Sie wollen aber auch Verbesserungen vornehmen. So sollen beispielsweise Erklärungen dem Gast den Zugang bei einzelnen Stationen optimaler eröffnen. «Damit die Besucher sogleich wissen, was sie tun können», sagt Fuhrimann. Der Zugang müsse sowohl für Personen stimmen, die an wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert seien, aber auch für solche, die vor allem erfahren und erleben wollen. «Es braucht etwas Fingerspitzengefühl und Glück, dass man die Leute direkt ansprechen kann.» Sein Fazit nach der ersten Saison: «Sie ist sehr gelungen, unsere Erlebniswelt hat die Bedürfnisse und Wünsche der heutigen Museumsbesucher getroffen.» Ein Erlebnis bleibt ihm in besonderer Erinnerung. Eine Mutter von acht Kindern hat sich mehrfach bei ihm bedankt für das «grossartige Museum» aber auch für den «sozialen Eintrittspreis», der auch ihrer Familie den Museumsbesuch ermöglicht habe.

Das Museum bleibt bis 30. März geschlossen. Schulen und Gruppen ab zehn Personen können es bei Voranmeldung auch in der Winterpause besuchen, Tel. 071 841 40 62




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