Tagblatt Online, 02. September 2009 01:02:00
Erfolg von Bevölkerung und IG Warteggpark
Dass der Warteggpark in Rorschacherberg gerettet ist, freut uns alle. Dass aber der Druck der Öffentlichkeit den Ausschlag für das Umdenken des Gemeinderates gab, wird natürlich nicht gerne erwähnt.
Und diesen Druck haben Eva Lobeck und ihr Sohn Nick zum Leben erweckt und aufgebaut.
Mit Unterschriftensammlung, einer Homepage und mit der Gründung der Interessengemeinschaft (IG) Warteggpark. Mit der IG konnte der Druck auf die Gemeindevertreter stets aufrechterhalten werden.
Es war sehr hilfreich, dass Ernst Tobler mit seinen Verbindungen und seinem Bekanntheitsgrad, welchen er über die vielen Jahre seiner Amtszeit als Gemeindepräsident aufgebaut hatte, auch die Drähte zu den Geldgebern nutzen konnte. Sicher war diese Arbeit für den Rückkauf mit viel Zeit und Geduld verbunden.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für das Engagement des Herrn Tobler.
Die IG Warteggpark hat mit wenigen Mitteln eine Spendenaktion gestartet und konnte am 21 August 2009 einen schönen Batzen (340 000 Franken) an die Stiftung Landschaftspark Wartegg in Form eines Checks überreichen.
Das Schweizer Fernsehen zeigte Interesse am Anlass. Wegen der noch ausstehenden Verschreibung wurde auf die offizielle Medienmitteilung verwiesen. Sehr bedauerlich, denn die lokale Presse glänzte trotz Einladung mit Fernbleiben. Schade!
Allen Spendern und den Freunden des Warteggparks sei hiermit nochmals von ganzem Herzen gedankt.
Einsatz der IG zwang zum Handeln
Ich bin enttäuscht und entrüstet, dass die symbolische Übergabe der gesammelten Spendengelder in der Höhe von 340 000 Franken an die Stiftung Landschaftspark Wartegg in der Regionalpresse keinen nennenswerten Bericht bekommt, dafür aber ein Schneckenrennen fast eine halbe Seite.
Wenn dann doch noch etwas geschrieben wird, ist es realitätsfremd und ins falsche Licht gerückt. Ich finde, die Bevölkerung mit der grossartigen Hilfe von Eva Lobeck und den Vorstandsmitgliedern der IG Wartegg – nebenbei sind ja auch alle Parteien dahintergestanden – haben den Stein ins Rollen gebracht und somit die Gemeinderatsmitglieder inklusive Gemeindepräsident gezwungen zu handeln, damit sie nicht überrollt werden. Der Widerstand der IG und das Engagement waren riesig, allerdings auch dieser Weg war steinig.
Doch jetzt sind wir glücklich, dass dieser Kampf sich gelohnt hat, und ich würde mich freuen, wenn unsere Regionalpresse dies auch würdigen könnte. Damit solche grossen Festmomente Mut machen, persönlichen Einsätzen zum Wohle der Öffentlichkeit förderlich sind und der totgeglaubten Bürgersinn wieder lebt.
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