Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 13. Juni 2012 01:03:00

Eine Sanierung für alle

06.06.2012; Berg; Primarschulhaus Brühl: Aussenansicht des Primarschulhauses Brühl in Berg. Zoom

Über die Zukunft des Schulhauses Brühl in Berg wird nächste Woche abgestimmt. Ein Projekt sieht eine Teilsanierung und Erweiterung vor. (Bild: Luca Linder)

BERG SG. In einer Woche stimmt die Berger Bevölkerung über den Projektierungskredit für die Teilsanierung der Primarschule ab. Bereits an der Vorversammlung wurde eifrig diskutiert.

SANDRA GRÜNENFELDER

Es ist Montagabend, kurz nach 20 Uhr. In der Turnhalle von Berg schnellen bereits die ersten Arme in die Luft. «Wird man die Kosten einhalten können?», fragt jemand aus dem Publikum. Gemeindepräsident Paul Huber, Baukommission und Lehrerschaft müssen an diesem Abend den kritischen Fragen der anwesenden Bergerinnen und Berger Red und Antwort stehen. Die Vorversammlung wurde einberufen, um alle Interessierten über die anstehende Teilsanierung und Erweiterung des Berger Primarschulhauses zu informieren.

Turnhalle war fast voll

Das Projekt «Moby Dick» soll den Kindergarten in das Schulhaus integrieren, dieses wird dafür erweitert und teilsaniert. Das Vorhaben soll knapp fünf Millionen Franken kosten. Dies und die von der Gemeinde im Jahr 2015 geplante Steuererhöhung von acht Prozent waren Grund genug für die Berger, sich trotz des schlechten Wetters in der Turnhalle einzufinden. Fast alle Stühle waren besetzt.

Investitionen sind notwendig

Bevor am 21. Juni über den anstehenden Projektierungskredit von 510 000 Franken abgestimmt wird, erläuterte Huber zu Beginn der Veranstaltung nochmals die Notwendigkeit des Projekts. «Das Schulhaus ist bald 37 Jahre alt», sagte er. Ein moderner Unterricht und die Sicherheitsanforderungen für die Schüler seien somit nicht mehr gewährleistet. «Diese Investition ist für die Zukunft von Berg äusserst wichtig.»

Trotz der ausführlichen Broschüre über das Vorhaben, standen noch einige offene Fragen im Raum. «Ist die zukünftige Schülerzahl gross genug, um so einen Bau zu rechtfertigen», wollte jemand wissen. Huber rechnet in Zukunft mit einer gleichbleibenden Anzahl von 80 bis 100 Schülern. Obwohl die Schülerzahl relativ schwach sei, müssten die Massnahmen dennoch ergriffen werden. Die Frage, ob die Kosten von fünf Millionen Franken eingehalten werden können, bejahte Huber. Der Kostenplan sei vom Kanton gutgeheissen und als realistisch eingestuft worden. Die Befürchtung, dass es nicht bei einer Steuerfusserhöhung von acht Prozent bleibt, sondern dass diese aufgrund der laufenden Zinsen noch steigen könnte, wurde vom Gemeindepräsident ernst genommen. «Ein gewisses Risiko besteht in einer rollenden Finanzplanung immer.» Er fügte jedoch hinzu, dass anhand des Kostenplanes peinlich genau darauf geachtet werde, das Budget einzuhalten. Die Fragen schienen den Bergern nicht auszugehen. So wurde auch über die ökologischen Aspekte oder ob der Bau auch rollstuhlgängig sei diskutiert. Als es darum ging, ob auch Vereine, die die Turnhalle benutzen ,etwas zur Sanierung beisteuern müssen, erhitzten sich die Gemüter in der sonst eher ruhigen Runde. «Dies ist kein Thema», meint Huber. Die Turnhalle werde hauptsächlich von der Schule genutzt, sei aber dennoch ein Multifunktionsraum. Es sei ein Ort, der verschiedenen Vereinen zugute komme. Die Frage um die Steuerfusserhöhung rückte nach und nach in den Hintergrund. Stattdessen entfachte sich eine Diskussion rund um die Benutzung der Turnhalle. Huber wies die Anwesenden zum Schluss nochmals darauf hin, dass sie einen Entscheid zum Wohl ihrer Kinder und jedes einzelnen treffen.




Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

tagblatt.ch / leserbilder

facebook.com / tagblatt

 ...