Tagblatt Online, 31. Dezember 2010 01:04:57
Der Standortförderer
Beat Ulrich wirkte 10 Jahre lang im Gemeinderat Goldach. (Bild: Bild: Lea Müller)
Der CVP-Politiker Beat Ulrich tritt heute von seinem Amt im Gemeinderat Goldach zurück. Für ihn ist das aber kein Rückzug aus der Öffentlichkeit.
Lea Müller
Goldach. Seit zehn Jahren engagiert sich der Goldacher Beat Ulrich im Gemeinderat. Heute legt er sein Amt nieder. «Ich war sehr gerne Gemeinderat in Goldach», bekräftigt er. Besonders die Kollegialität und Zusammenarbeit innerhalb der Goldacher Exekutive habe er geschätzt. «Aber wir hatten natürlich selten 7:0-Entscheide», sagt er. «Für viele Ideen und Projekte musste man auch kämpfen.»
Standort mit Potenzial
Beat Ulrich war zuständig für den Bereich Alter und Gesundheit und übernahm somit die Präsidien für die Betriebskommissionen des Seniorenzentrums «la vita» und des Hauses Mühlegut. Als Meilenstein seines Wirkens im Gemeinderat bezeichnet Beat Ulrich das funktionierende Zusammenspiel der Spitex und der Pro Senectute. Die beiden Organisationen regelten ihre Zusammenarbeit in einer Vereinbarung neu. «Das konstruktive Miteinander funktioniert jetzt gut», freut sich der CVP-Politiker.
Die Förderung der Gemeinde Goldach als Wirtschafts- und Wohnort ist Beat Ulrich ein grosses Anliegen. Er zieht eine positive Bilanz der vergangenen zehn Jahre: «Goldach geht es so gut wie nie zuvor. Die Gemeinde ist in einem wirtschaftlichen Aufschwung», sagt er. Als Beispiel nennt er Investitionen von Industrie (Rietli), Gewerbe (Blumenstrasse) und Restaurants (Hohrain und Ochsen).
Weiter aktiv für die Gemeinde
Beat Ulrich ist beruflich als Standortförderer des Kantons St. Gallen tätig und war unter anderem massgeblich an der Würth-Ansiedlung in Rorschach beteiligt. Er ist überzeugt, dass Goldach als Teil der gesamten Region Rorschach viel Potenzial hat. Die Entwicklung der Region behält er weiterhin wachsam im Auge – auch wenn er als Gemeinderat nicht mehr mitwirkt. «Ich trete aus zeitlichen Gründen zurück», sagt der Familienvater. Einerseits sei er in seinem Beruf verstärkt international tätig und andererseits wolle er sich mehr der Familie widmen.
Aus der Öffentlichkeit zieht sich der Politiker aber keineswegs zurück. Im Gegenteil: Er bleibt Präsident der CVP Goldach und Verwaltungsrat der Raiffeisenbank. Auch das Goldacher Dorfleben will er aktiv mitgestalten. So ist er zum Beispiel Mitglied des Vereins Begegnungsplatz Kellen, der in Goldach einen überregionalen Spielplatz schaffen will. «Ich kann mich auch ausserhalb des Gemeinderates einbringen», sagt Beat Ulrich. «Ich werde mich nicht scheuen, meine Meinung zu äussern», versichert er.
In die Geschäfte einarbeiten
Nach zehn Jahren sieht Beat Ulrich den idealen Zeitpunkt, seine Aufgaben an eine Nachfolgerin oder an einen Nachfolger zu übergeben. Als Tip gibt er ihnen mit auf den Weg, sich von Anfang an in die konkreten Geschäfte einzuarbeiten, um den Fachbereich möglichst schnell kennenzulernen.
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