Tagblatt Online, 15. Mai 2009 01:01:57
Carl-Stürm-Preis für A-cappella- Festival und Mariaberg
Stiftungsrat Ernst Buob übergab Silvan Lüchinger (r.) sowie Niklaus Reichle und Philipp Bättig (2. v. r.) als Vertreter der Preisträger symbolische und echte Checks. (Bild: Bilder: Rudolf Hirtl)
RORSCHACH. Die Carl Stürm Stiftung honorierte gleich zwei Kulturträger für ihr Engagement. Die Preise für das OK des Internationalen A-cappella-Festivals Rorschach und das Kulturlokal Mariaberg sind mit je 20 000 Franken dotiert.
LEA MÜLLER
Die Stiftung sei auch in stürmischen Zeiten stabil, versicherte Stiftungsratspräsident Carl Felix Stürm gestern an der feierlichen Preisübergabe. Die Auszeichnung honoriert nach wie vor Leistungen, die dazu beitragen, den guten Ruf der Region und der Stadt am See zu fördern. Mit der fünften Preisverleihung kommt nun die Kultur zum Zuge – die Gewinner sind das OK des Internationalen A-cappella-Festivals Rorschach und das Team Mariaberg.
International starkes Echo
Stiftungsrätin Susy Alge Locher würdigte das OK des A-cappella-Festivals Rorschach und dessen rund zehnjährige Entstehungsgeschichte. Heute sei dieses Festival nicht nur fester Bestandteil des regionalen Kulturkalenders, sondern löse auch international ein starkes Echo aus. Das OK lebe «ohne Existenzängste am Existenzminimum», scherzte sie und schloss ihre Laudatio: «Ich freue mich sehr, dass es für einmal nicht nur Applaus gibt, sondern auch Anerkennung in ganz nüchterner, finanzieller Form.»
Präsident Silvan Lüchinger unterstrich in seiner humorvollen Rede, dass sein Posten wahrlich «kein Schleck» sei. Im OK würden alle permanent unaufgefordert reden und die verrücktesten Ideen haben. Die nächsten Sitzungen würden wohl wieder ihre Spuren hinterlassen. Was helfe, seien die phantastischen Formationen, grosse und kleine Sponsoren, das begeisterte Publikum und – ab heute – auch die Anerkennung durch den Preis.
Angebot für den Feierabend
«In den nächsten Minuten schwärme ich aus vollem Herzen für Preisträger, deren Veranstaltungen ich noch nie besucht habe», gestand Stiftungsrat Peter Thoma. Dennoch freue er sich aufrichtig, dass der Verein Kulturbrauerei Rorschach ehrenamtlich und wirkungsvoll dazu beitrage, dass es sich für viele Rorschacher wieder lohne, nach Feierabend in der Stadt zu bleiben.
Das 13köpfige Team vom Mariaberg habe es geschafft, nach dem ehemaligen Kulturevent «Uferlos» und dem Hafenbuffet ein attraktives Angebot auf die Beine zu stellen.
Präsident Philipp Bättig und Vizepräsident Niklaus Reichle freuten sich sichtlich über die Anerkennung und dankten allen Beteiligten sowie den «offenen Bürgerinnen und Bürgern von Rorschach». Damit das Schwärmen nicht mehr aus der Ferne erfolge, seien später alle herzlich eingeladen, im Mariaberg anzustossen.
Der Applaus für die zwei Preisträger, die je einen Scheck von 20 000 Franken erhielten, war gross. Im Publikum sassen auch prominente Gäste wie Regierungsrätin Katrin Hilber und Stadtpräsident Thomas Müller.
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