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Tagblatt Online, 16. Mai 2012 01:05:00

Bald leuchtet LED-Licht

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Strassenlampen in Goldach werden auf LED-Licht umgestellt. (Bild: Lea Müller)

Um Energie und Geld zu sparen, wollen die Technischen Betriebe Goldach und Rorschach die Strassenbeleuchtung auf LED-Licht umstellen. In den nächsten fünf Jahren sollen schrittweise etwa 500 Strassenlampen ersetzt werden.

LEA MÜLLER

GOLDACH/RORSCHACH. Die Stadt Rorschach und die Gemeinde Goldach übernehmen in der Region Rorschach eine Vorreiterrolle in Sachen Energie: In Zukunft soll weisses LED-Licht die Strassen und Quartiere erhellen. Die Technischen Betriebe haben ein gemeinsames Konzept erarbeitet, wonach die Strassenbeleuchtung schrittweise auf LED (Light Emitting Diode) umgestellt wird. Auslöser sind laut Dietmar Hiltebrand, Leiter Technische Betriebe in Goldach, neue Vorschriften. Demnach sind Quecksilberdampflampen und Austauschlampen ab 2015 nicht mehr zulässig. «Wir müssten sie so oder so auswechseln. Da bietet es sich an, die neuste Technik zu wählen», sagt Hiltebrand.

Bei Bedarf dimmen

In Goldach gibt es etwa 1000 Strassenlampen, in Rorschach etwa 1200. Längerfristig sollen sie alle ersetzt werden. Bei den meisten handelt es sich um Natriumdampflampen (NA), die auch in Zukunft noch zugelassen sind. Sie sind ähnlich energieeffizient wie LED-Leuchten. Trotzdem sehen die Technischen Betriebe in der neueren Technik mehr Vorteile. Erstens erzeugen sie das «bessere» Licht: Das weisse Licht erscheint heller und lässt Farben besser erkennen. Und im Gegensatz zu NA-Lampen können LED-Leuchten stufenlos gedimmt und individuell programmiert werden.

Laut Dietmar Hiltebrand ist es möglich, die Leuchten in einer Strasse ab 23 Uhr auf eine Leistung von 15 Prozent zu reduzieren und neuralgische Punkte ohne oder mit anderer Reduktion zu betreiben. Gemäss dem Goldacher und Rorschacher Konzept ist diese Lösung für Quartierstrassen vorgesehen. Haupt- und Erschliessungsstrassen werden auf 50 Prozent reduziert. «Durch die bessere Steuerung kann die Lichtverschmutzung reduziert werden», sagt der Goldacher Gemeindepräsident Thomas Würth. In Quartierstrassen können die Lampen mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden. Nähert sich ein Fussgänger oder ein Fahrzeug, schalten die im reduzierten Betrieb leuchtenden Lampen wieder auf 100 Prozent.

Erste Etappen in diesem Jahr

«Die Anschaffung der LED-Lampen ist zwar teuer, dafür ist ihre Lebensdauer höher als bei NA-Lampen. Zusätzlich kann die Gemeinde durch geschicktes Programmieren Energie sparen», sagt Thomas Würth. Den Mehrkosten von etwa 112 000 Franken bei der Investition stehe ein höheres Einsparungspotenzial von 11 000 Franken pro Jahr gegenüber.

Die Umstellung der Strassenbeleuchtung erfolgt laut den Technischen Betrieben schrittweise in den kommenden Jahren. Müssen Strassenzüge erneuert werden, können im gleichen Zuge die Lampen mit LED-Lampen ersetzt werden. Die erste Etappe in Goldach beginnt laut Dietmar Hiltebrand noch in diesem Jahr in in der Florastrasse und in der Klosterstrasse.

Entlang des Sees

In Rorschach sind erste Anpassungen entlang von Rad- und Fusswegen vorgesehen. In diesem Jahr werden laut Hans Steiner, Leiter Technische Betriebe in Rorschach, die Lampen beim Seepark vom Seerestaurant bis zum Pavillon mit LED-Licht ausgerüstet. Hans Steiner betont, dass es sich bei der Umstellung um einen koordinierten Prozess handle: «Wir ersetzen die Strassenlampen erst, wenn es eine Strassenkorrektur gibt.» Die LED-Technik sei jung und entwickle sich noch. In wenigen Jahren müssten vielleicht nicht mehr die ganzen Kandelaber, sondern nur die Lampen ausgewechselt werden. «Ich hoffe, dass uns da die Zeit entgegen arbeitet», sagt Hans Steiner.




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