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Tagblatt Online, 27. Juli 2011 01:04:00

Bald Solarstrom vom Hallendach

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Drei Partner für Solarstrom vom MZH-Dach: Beat Hirs, Gemeinde; Michael Fitzi, sol-E-Suisse; Marcel Aeple, Gemeinde; Stefan Rutz, Abonax. (Bild: Fritz Bichsel)

In etwa drei Wochen soll die Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle Rorschacherberg produzieren. Die Sonne liefert Energie, die sol-E Suisse sorgt für Umwandlung in Strom, diesen vermarktet die Abonax in der Ostschweiz.

FRITZ BICHSEL

RORSCHACHERBERG. Die Gemeinde stellt noch das Dach ihrer Mehrzweckhalle zur Verfügung (mit einem Dienstbarkeitsvertrag) und kauft einen Fünftel des Solarstroms für eigenen Bedarf. Ursprünglich hatte sie für diese von der SP angeregte Anlage ein eigenes Projekt. Die Finanzierung war gestützt auf Beiträge des Bundes für Alternativenergie. Doch diese sind auf Jahre ausgebucht.

Markt statt Subvention

Der Gemeinderat suchte deshalb Partner in der Wirtschaft. Die sol-E Suisse AG, eine Tochterfirma der Bernischen Kraftwerke (BKW) mit Regionalstelle in St. Gallen, baut und betreut die Photovoltaikanlage ohne Beiträge. Die von den BKW initiierte Energieplattform Abonax mit Geschäftsstelle in St. Gallen – die Dienstleistungen erbringt für die Elektrizitätsversorgung Rorschacherberg wie für viele weitere Stromverteiler – geht mit diesem Solarstrom als «1to1 sun star» auf den Markt. Motivation ist für beide Unternehmen, in der Region produzierte Alternativenergie anzubieten.

Strom für 25 Familien

Die Anlage bedeckt mit 750 Quadratmetern den Grossteil des Hallendachs. Auf einem Stück bleibt die Solaranlage für Warmwasser. Und über der Bühne eignet sich die Konstruktion nicht für das Gewicht und besonders die Zugkraft, die Sturmwind an einer solchen Fläche entwickelt. Wie Hunderte Solarzellen auf dem gefalzten Metalldach befestigen ohne Gefahr, dass es undicht wird? Es geht ohne Löcher: Die Zellen werden an die Falze geklemmt. Zusätzlich nötig sind Anlagen, die 100-Volt-Gleichstrom von den Zellen umwandeln in 230-Volt-Wechselstrom für die Kunden. sol-E Suisse investiert nach Auskunft von Projektleiter Michael Fitzi 640 000 Franken. Die Anlage mit 110 Kilowatt Leistung liefere pro Jahr etwa 100 000 Kilowattstunden (kWh), was den Bedarf von 25 Haushaltungen decke.

In der Ostschweiz absetzen

Verkauft wird der Solarstrom mit 65 Rappen Zuschlag je kWh. «Würden ihn die 3500 Abonnenten in Rorschacherberg beziehen, hätte einer 20 Franken Mehrkosten pro Jahr», rechnet Gemeindepräsident Beat Hirs vor. Damit ist aber nicht zu rechnen. Deshalb ist die ganze Ostschweiz der Zielmarkt. «Wir müssen uns sehr anstrengen, diese Menge abzusetzen», sagt Stefan Rutz von der Abonax als Vermarkterin. «Ausschlaggebend war für uns, dass die Gemeinde Rorschacherberg selber zwanzig Prozent bezieht.»





Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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Willi1937 (27. Juli 2011, 08:26)
Klartext.

Der kWh Preis dieser Anlage wird bei einer Amortisationszeit von 30 Jahren und einer Verzinsung zu 3% ca. 30 Rp. Betragen. Der Bund vergütet 45 Rp/kWh. Der Ersteller wir somit einen Gewinn von Fr. 15‘000. — pro Jahr erwirtschaften. Zusätzlich sollten 3500 Familien Fr. 20. — spenden damit 24 Familien mit Solarstrom versorgt werden können.
Mir geht diese Rechnung nicht auf. Wenn die Milch einen 10 er aufschlägt läuft das Volk Sturm. Diesen Stumpfsinn zu berappen ist Ehrensache und das ganze Volk schweigt.

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