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Tagblatt Online, 13. Juni 2012 01:03:00

Auswahl für das Gerichtspräsidium

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Gabriel Bawidamann (Bild: Fritz Bichsel)

REGION RORSCHACH. Das Kreisgericht Rorschach braucht einen neuen Präsidenten. Die CVP nominiert Vizepräsident Gabriel Bawidamann. Die Wahl erfolgt durch die Bürgerschaft an der Urne, denn es gibt Auswahl.

FRITZ BICHSEL

Ersatzwahlen ins Kreisgericht werden zum Hauptgeschäft für die Delegiertenversammlung der CVP der Region in Goldach. Weitere Themen sind Lehren aus Wahlen und Informationen zu Energie.

Kandidat Gabriel Bawidamann

Andreas Hildebrand wird im Bezirk Arbon Leiter der Behörde für Kindes- und Erwachsenenschutz. Als Kandidat für seine Nachfolge als Präsident des Kreisgerichts Rorschach nominieren die Delegierten der CVP einstimmig Richter Gabriel Bawidamann. Er ist in Rorschach aufgewachsen und in Steinach verheiratet, studierte Recht und arbeitet seit rund zwanzig Jahren am Kreisgericht Rorschach. Nach einem Praktikum war er ab 1994 Gerichtsschreiber. Seit 2009 ist er einer der angestellten Richter, jetzt als Leiter der familienrechtlichen Abteilung und Vizepräsident. «Das Familienrecht liegt mir, weil ich das Soziale einbeziehen kann. Wenn aber irgendwo Missbrauch im Spiel ist, bin ich als Richter hart», umriss Gabriel Bawidamann seine Haltung. CVP-Präsident Felix Bischofberger berichtet, dass auch die FDP einen Kandidaten stellen wird. Damit entscheiden die Bürger. Der erste Wahlgang findet am 23. September statt.

Weitere Richterwahl

Aus dem Kreisgericht sind auch eine angestellte Richterin und ein Laienrichter zurückgetreten. Das Juristenamt ist wieder besetzt mit Nicole Christen, für das Laienamt ist ein zweiter Wahlgang nötig. Das Gericht strebt aber an, dass jetzt ein Jurist, der angestellt werden kann, und erst später wieder ein Laienrichter gewählt wird. Denn es gibt Vakanzen: Die neue Richterin fällt wegen Mutterschaft noch aus. Der Präsident geht vor dem Antritt des Nachfolgers. Und falls einer der Richter neuer Präsident wird – allenfalls erst im zweiten Wahlgang im März –, könnte erst danach ein neuer angestellter Richter gewählt werden.

Nur wenn trotzdem zuerst ein Laienamt besetzt wird, tritt CVP-Kandidatin Jana Brändli aus Goldach zum zweiten Wahlgang an.

Lehren ziehen aus Niederlage

Für die Partei hält Präsident Felix Bischofberger Rückblick auf «ein intensives Wahljahr» mit Verlust eines Kantonsratssitzes an die FDP. Das war eine historische Niederlage: Erstmals stellen in der Region Rorschach andere Parteien mehr Kantonsräte als die Christdemokraten. Parteileitung und Diskussionsteilnehmer sind sich einig, dass es hauptsächlich an der Liste lag: Weil Gemeindepräsident Thomas Würth nicht mehr kandidierte, fehlte eines der Zugpferde. Und es waren nicht alle Gemeinden vertreten.

Ivo Regli, Mörschwil, verlässt die Parteileitung. Nachrücken soll jemand von den Jungen, es gibt aber noch keine Zusage.

Zur Energiewende

Peter Grau aus Steinach, selbständiger Energieberater und Parteimitglied, zeigt den CVP-Delegierten abschliessend auf, was Bürger und Politiker tun können für geringeren Energieverbrauch und Nutzung erneuerbarer Energie aus einheimischen Quellen.




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