Tagblatt Online, 08. September 2008 01:05:42
55 Läufer für den Warteggpark
641 Runden gedreht und über 20 000 Franken für die Rettung des Kulturdenkmals gesammelt
Ernst Tobler gab das Startsignal für die letzte Laufrunde: Mit dabei die beiden Bewerber für seine Nachfolge, Beat Hirs und Michael Buob. (Bild: Bild: Urs Bosshard)
RORSCHACHERBERG. 55 Läuferinnen und Läufer legten am Samstag am Sponsorenlauf zugunsten der Rettung des Warteggparkes 641 Runden zurück, was 544 Kilometern entspricht.
Peter beerli
Die Interesse-Gemeinschaft Warteggpark ist überzeugt, dass mit tatkräftiger Unterstützung von allen Seiten der Warteggpark als Naherholungsgebiet und Kulturdenkmal für uns und für kommende Generationen erhalten werden kann. Als einen ihrer Beiträge dazu hatte sie den Sponsorenlauf lanciert. Zwar hatte sich Initiantin Eva Lobeck von der IG Warteggpark noch einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr erhofft. Über den finanziellen Erlös der fünf Stunden dauernden Aktion zeigte aber auch sie sich schliesslich überwältigt. Noch bevor zum abschliessenden Lauf der Prominenten gestartet wurde, waren bereits deutlich über zwanzigtausend Franken gesprochen.
500 Franken für eine Runde
Als allererster Läufer meldete sich noch vor neun Uhr Gieri Battaglia aus St. Margrethen sozusagen ausser Konkurrenz auf dem Platz. Er wollte ganz gemächlich eine einzige Runde zurücklegen und hatte den Naturschutzverein Am Alten Rhein hinter sich, der für diese Runde fünfhundert Franken gesprochen hatte. Aus Zürich traf mit gleich hohem Beitrag später ein Firmenvertreter ein, der das Schloss Wartegg und seinen Park an einem Seminar kennengelernt hatte. Später meldeten sich Jugendliche, Erwachsene bis zu achtzig Jahren, ganze Familien beim Start an. Sie alle drehten bei idealem Lauf-Wetter ihre Runden im und um den Park. Eine Serviceangestellte des Schloss-Hotels legte in den vorgegebenen eineinhalb Stunden zehn Runden zu 850 Meter zurück, was dank ihrer Sponsoren weit über zweitausend Franken einbrachte. Eine Schülerin legte eine vier Seiten umfassende Sponsorenliste vor und eine dreiköpfige Familie bewältigte zusammen zwanzig Runden. Leute, welche sich infolge Abwesenheit nicht am Lauf beteiligen konnten, entschuldigten sich nicht bloss, sondern verlangten Einzahlungsscheine, um die gute Sache unterstützen zu können.
Eva Lobeck zeigte sich überwältigt von all den vielen Sympathie-Kundgebungen. Sie dankte der Feuerwehr, dem Samariterverein, den Leuten aus der Interesse-Gemeinschaft Warteggpark und den Angehörigen ihrer eigenen Familie, die sich alle sehr für die Sache engagiert hatten. Sie lobte verschiedene Firmen, die mit ihren Spenden geholfen hatten, die Läuferinnen und Läufer zu verpflegen und mit gestifteter Glace zu verwöhnen.
Gelegenheit zum Danken
Kurz vor dreizehn Uhr zeigte sich auch der auf Ende der Amtsdauer ausscheidende Gemeindepräsident Ernst Tobler auf dem Platz. Er hatte die Aufgabe übernommen, zum Prominenten-Lauf zu starten, und benützte die Gelegenheit, der IG Warteggpark für ihr Wirken und für die Durchführung des Sponsorenlaufs zu danken. Dann gab er grünes Licht für die letzte Runde des Laufes rund um den Park, an welchem sich mit Blumen geschmückt Michael Buob und Beat Hirs, die beiden Kandidaten für die Gemeindepräsidenten-Wahl, Felicitas Würth-Zoller und Eva Lobeck als Vertreterinnen der IG Warteggpark und Schloss-Besitzer Christoph Mijnssen beteiligten.
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