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Tagblatt Online, 21. November 2008 01:00:33

«Ja zu HarmoS, weil wir für die Kinder sind!»

«Sehr viele gute Gründe sprechen dafür, am 30. November dem Beitritt des Kantons zum HarmoS-Konkordat zuzustimmen.» Diese Meinung vertritt das überparteiliche Komitee «Ja zu HarmoS» des Wahlkreises Rorschach.

PETER BEERLI

Region Rorschach. Dieses trat am Mittwochnachmittag an die Öffentlichkeit. Für das Komitee zeigten die Kantonsräte Felix Bischofberger, CVP, Altenrhein; Felix Gemperle, SP, Goldach; Andreas Hartmann, Fraktionschef der FDP, Rorschach, und Monika Lehmann, CVP, Rorschacherberg, die Vorteile auf, die HarmoS der Schule und damit den Kindern bringt.

Nur gute Gründe dafür

HarmoS entspreche genau dem sanktgallischen System. Es stärke durch das Obligatorium den Kindergarten, bringe allen Kantonen ein zeitgemässes Schulsystem. Es koordiniere die Schulziele und Lehrpläne als Basis für günstigere und bessere Lehrmittel und mache die Leistungen unter den Kantonen vergleichbar. Es empfehle Blockzeiten und bedarfsgerechte Mittagstische, wie sie im Kanton St. Gallen bereits realisiert seien. HarmoS bilde die Basis für ein offenes, effizientes, leistungsorientiertes und damit erstklassiges Bildungssystem. Ein Nein aber würde das Rad der Zeit in den St. Galler Kindergärten und Schulen zurückdrehen und gesamtschweizerisch das Ende der kantonalen Schulhoheiten bedeuten.

Nichts mit HarmoS zu tun

Für Kantonsrätin Monika Lehmann, CVP, Rorschacherberg, sei klar, dass sie als Kindergärtnerin für die Zukunft der Buben und Mädchen sei. Sie legte dar, dass die gegnerischen Argumente falsch seien und meist überhaupt nichts mit HarmoS, sondern eher mit der zehnten sanktgallischen Volksschulgesetz-Revision zu tun hätten: HarmoS sage beispielsweise nichts darüber, ob am Kindergarten Hochdeutsch geredet werden müsse oder der Dialekt angewendet werden dürfe. HarmoS enthalte keinerlei Bestimmungen über die integrative Förderung und gebe bloss Empfehlungen zu Tagesstrukturen und Mittagstisch. HarmoS vereinheitliche das Schuleintrittsalter, die Schulpflicht und Schuldauer sowie die Ziele und Übergänge der Bildungsstufen. Die Bildungshoheit aber bleibe bei den Kantonen. HarmoS führe nicht zu überhöhten Kosten; mit einem einheitlichen Lehrplan und Lehrmittel könnten diese vielmehr gesenkt werden. Aus all diesen Gründen dürfe man am letzten Novemberwochenende der kantonalen HarmoS-Vorlage bedenkenlos und mit Überzeugung zustimmen.





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