Schneekanone macht Bischofsberg Schneesicher

WINTERSPORT ⋅ Die Alpen versinken zwar im Schnee, doch rundum auf den Hügeln des vorderen Appenzellerlandes ist wenig liegen geblieben. Nur beim Kinderskilift ob Heiden heisst es auch in diesen Tagen: «Piste gut – Lift in Betrieb».
09. Februar 2018, 15:56
Rudolf Hirtl
Der Winter hat für die Skilifte im Appenzeller Vorderland traumhaft begonnen. Bereits vor Weihnachten konnte etwa beim Skilift in Heiden während vier Abenden das Nachtskifahren genossen werden (Tagblatt vom 22. Dezember). Und auch in Grub-Kaien und Oberegg-St. Anton zogen Skifahrer Spuren in den frischen Tiefschnee. Mittlerweile ist die weisse Pracht jedoch beinahe verschwunden; die Lifte stehen wieder still, mit Ausnahme der höher gelegenen Anlagen im Innerhoden. Über dem Bodensee, auf dem Bischofsberg ob Heiden liegt allerdings mehr als genug Schnee. Geliefert wurde er auf etwas über 800 Metern Seehöhe aber nicht etwa von Väterchen Frost und Frau Holle, sondern von der betriebseigenen Schneekanone. Damit hat Johannes Solenthaler seit vergangenen Samstag nicht weniger als 1000 Kubikmeter Kunstschnee produziert. Und weil der Schnee nicht etwa mit Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz, sondern mit Wasser aus dem vor zwei Jahren gebauten Wasserspeicherbecken produziert wird, weist er eine kaum wahrnehmbare, bräunliche Färbung auf. Dank des Kunstschnees, den der umtriebige Landwirt ab minus zwei Grad herstellen kann, verfügt Solenthalers Schneewelt aktuell über eine solide, 30 Zentimeter dicke Piste. Kurz gesagt, die Schneeverhältnisse auf dem Bischofsberg sind ausgezeichnet, der Skilift läuft zu den auf der Homepage ersichtlichen Öffnungszeiten. Kalte Finger und Zehen können übrigens im heimeligen Skihütte-Restaurant aufgewärmt werden, wo vorwiegend regionale Produkte serviert werden.
 

Anerkannte Schweizer Ski- und Snowboardschule


Idealist Johannes Solenthaler sorgt nicht nur für beste Pistenverhältnisse, er kümmert sich mit grosser Leidenschaft auch um die Ausbildung des Skinachwuchses. Unterstützt wird er dabei von 30 Skilehrerinnen und Skilehrern der Schneesportschule Heiden, die dem Dachverband Swiss Snowsports angehört. Die Nachwuchsarbeit auf dem Bischofsberg findet auch bei Swiss Ski grosse Beachtung. Nicht ohne Stolz erzählt Solenthaler denn auch vom Besuch von Gary Furrer, Chef Breitensport des Schweizer Skiverbandes. «Unsere Arbeit wird geschätzt, schliesslich führen wir Kinder zum Wintersport.» Aktuell finden der Gruppenunterricht für Anfänger, der Level blue Prinz-Kurs und Privatstunden statt. Und sollte das Wetter auf dem Bischofsberg einmal partout nicht mitspielen, so weicht die Skischule ins Skigebiet nach Malbun aus.
Weitere Informationen und Anmeldungen auf www.sssheiden.ch

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