Wegen Bauarbeiten: Familiengruft von Bayer hat einen Riss - nun wird er überwacht

GEBÄUDESCHADEN ⋅ Die Familiengruft von Bayer auf dem Rorschacher Kirchhof hat einen Riss. Auslöser sind Bauarbeiten beim Seehof. Rissplaketten zeigen den Fortschritt des Schadens auf.
06. Februar 2018, 05:18
R. Hirtl/A. Balsamo

Seit an der Seehof-Baustelle in Rorschach gearbeitet wird, ist der Riss im Mauerwerk der Familiengruft von Bayer neben der Katholischen Pfarrkirche St.Kolumban augenscheinlich. Bereits im vergangenen August hat das Tagblatt über den damals zwei Zentimetern breiten und stellenweise bis zu acht Zentimeter tiefen Riss berichtet, der die gesamte östliche Gebäudeseite durchzieht.

Wer nun vor der Mauer steht, der wir den Eindruck nicht los, dass der Riss, der mittlerweile mit Rissplaketten versehen worden ist, grösser geworden ist. «Diese Plaketten gehören zur Überwachung des Gebäudes», sagt Jochen Schaumann, Projektleiter der Wohnüberbauung Seehof. «Seit die Plaketten angebracht wurden, weist der Riss nur eine leichte Veränderung auf. Die Lage ist absolut stabil.» Der Projektleiter versichert, dass es sich um keinen kritischen Zustand handle und dass mit keinen weiteren Veränderungen zu rechnen sei. «Der Rohbau ist in diesem Bereich abgeschlossen und auch die ersten Decken wurden bereits montiert», sagt Schaumann. Dass der Riss sich vergrössert habe, hänge möglicherweise mit den Setzungen zusammen, welchen die Gruft während der Aushubphase ausgesetzt war.
 

Riss ist auf vier Zentimeter angewachsen

Auch Stefan Meier, Präsident des Kirchenverwaltungsrates der katholischen Kirchgemeinde Region Rorschach, zeigt sich unbesorgt. «Seit Baubeginn ist der Riss auf vier Zentimeter angewachsen. Mittlerweile ist er aber stabil, wie die Rissprotokolle bestätigen, die wir regelmässig erhalten.» Nach der Fertigstellung der Wohnüberbauung werden laut Jochen Schaumann Spezialisten von der Geotechnik Andres AG (die Firma will auf Anfrage keine Stellung nehmen) und den Bauingenieuren von Wälli AG den Zustand der alten Gemäuer analysieren und entscheiden, wie die Schäden an der Gruft behoben werden sollen. Und wer trägt die Kosten? «Ich gehe davon aus, dass der Verursacher die Kosten für die Reparatur übernimmt», sagt dazu Stefan Meier.


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