Der Winter ist da

WETTERRÜCKBLICK ⋅ Der November brachte dem Bodenseegebiet bereits den ersten Schnee. Die Temperaturen waren leicht wärmer als normal. Die Niederschläge lagen deutlich über dem Durchschnitt.
02. Dezember 2017, 08:39
Andreas Walker

Andreas Walker

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Er begann sonnig in der Region am Bodensee, der November. Vom 4. bis am 13. November herrschte unbeständiges Wetter, da mehrere über die Region ziehende Störungszonen und südlich der Alpen aktive Tiefdruckgebiete häufig Niederschlag brachten. Auf der Alpennordseite fiel bereits am 5. November Schnee bis auf 700 Meter, am 13. November sogar bis auf 400 Meter hinunter. Die höheren Lagen registrierten fast täglich Neuschnee.

Am 12. November zog eine Kaltfront mit Sturmwinden über die Schweiz. Im Flachland der Alpennordseite erreichten die höchsten Böenspitzen zwischen 100 und 115 Kilometern pro Stunde. Die grösste Windböe wurde in der Ostschweiz gemessen. Nach Angaben von Meteo Schweiz registrierte St. Gallen mit 114,8 Kilometern pro Stunde die höchste November-Böenspitze seit Beginn der kontinuierlichen Aufzeichnung im Jahr 1981.

Hochdruck mit Hochnebel

Vom 14. bis zum 22. November herrschte wieder vorwiegend herbstliches Hochdruckwetter. Über den Niederungen der Alpennordseite löste sich der Hochnebel nicht mehr überall auf. In den Alpen gab es jedoch viel Sonnenschein. Am 19. November wurde das Hochdruckwetter durch einen Kaltluftvorstoss aus Nordwesten unterbrochen. Dabei fiel auf der Alpennordseite Schnee bis auf 400 Meter hinunter. Die Tageshöchsttemperatur bewegte sich verbreitet zwischen 5 und 9 Grad.

Am 23. und 24. November brachte eine Südwestströmung sehr milde Luft zum Bodenseegebiet. Dabei stieg die Tageshöchsttemperatur vielerorts auf 13 bis 16 Grad, lokal sogar über 17 Grad. Am 25. November brachte polare Kaltluft der Alpennordseite reichlich Niederschlag. In den Bergen fielen verbreitet 10 bis 20 Zentimeter, lokal sogar bis 30 Zentimeter Neuschnee. In der Kaltluft gab es am 26. November im Norden Schneeschauer bis in die tiefsten Lagen. Auch am Bodenseegebiet legte sich eine feine Schneeschicht über die Landschaft und verkündete unmissverständlich den Winter an. Gegen Ende des Monats wurde es immer kühler. Die Temperaturen fielen unter den Gefrierpunkt und am letzten Novemberabend schneite es kräftig bis in die Niederungen. Nach Angaben von MeteoSchweiz lag die Novembertemperatur in den Niederungen beidseits der Alpen etwas über der Norm 1981 bis 2010. In den Bergen blieb sie jedoch darunter. Am Bodensee betrug die durchschnittliche Novembertemperatur 5,0 Grad und lag damit 0,6 Grad über dem langjährigen Mittel.

Auf der Alpennordseite wurden im November in vielen Gebieten leicht überdurchschnittliche Niederschlagssummen verzeichnet. Am Bodensee fiel die Niederschlagsmenge deutlich höher aus. Sie betrug 97 Liter pro Quadratmeter, was satten 140 Prozent des Durchschnitts entspricht. Die Sonnenscheindauer lag nördlich der Alpen grösstenteils unter der Norm. Am Bodensee schien die Sonne im November mit 59 Stunden häufiger und erreichte damit 111 Prozent des langjährigen Mittels.


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