Alles neu bei NLB-Fussballerinnen

SPIELFREUDE ⋅ Mit dem Trainergespann Ueli und Silvia Heeb starten die NLB-Frauen des FC St.Gallen-Staad in die Frühjahrssaison. Sportchef Jost Leuzinger ist zuversichtlich, dass die Mannschaft wieder gefestigt ist.
07. Februar 2018, 11:01
Christian Wenger/Rudolf Hirtl

Christian Wenger/Rudolf Hirtl

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Bereits heute, zehn Tage früher als ursprünglich vorgesehen, beginnt für die NLB-Frauen des FC St.Gallen-Staad die Frühlingssaison um 20 Uhr auf dem Bützel. Zürich bat um eine Verschiebung des Meisterschaftsspiels. Ebenfalls kurios: sowohl heute gegen den FCZ, am 24. Februar auswärts gegen Worb und am Samstag, 10. März, gegen Therwil (um 18 Uhr im Bützel) stehen noch drei «Hinrundenspiele» an.

Es gab einige Mutationen seit dem letzten Meisterschaftsspiel im November beim FC Walperswil (1:1). Neuer Trainerstab, Wechsel in der Vereinsführung, neue Torhüterin und der eine oder andere Abgang. Aber alles der Reihe nach.
 

Den Wunschtrainer verpflichten können

Anfang Dezember kam es zum Trainerwechsel. Unter anderem, weil Leo Simonelli das nötige Diplom fehlte. Nachfolger wurde Ueli Heeb, der über das benötigte A-Diplom verfügt. Ihm zur Seite gesellt sich seine Gattin Silvia, langjährige Juniorinnen-Ausbildnerin beim Ostschweizer Fussballverband. Cornel Rüst wird ebenfalls weiterhin im Staff dabei sein. Das Trainergespann wird komplettiert von Goalitrainer Piero Hörler. Sportchef Jost Leuzinger bezeichnet Ueli Heeb als Wunschtrainer. «Ich kenne und beobachte die Arbeit von Ueli und Silvia Heeb schon länger. Ich bin von den Qualitäten der beiden überzeugt.» Im Umstand, dass nun quasi ein Ehepaar die Frauenmannschaft führt, sieht er kein Problem. Im Gegenteil: «Silvia kann sehr gut mit Mädchen und Frauen. Ueli arbeitet absolut ruhig und sachlich. Mit ihrer motivierenden Art wird es ihnen gelingen, die Freude am Fussball und auch das Selbstvertrauen ins Team zurückzubringen.»

Nur eine Woche nach dem Wechsel auf der Trainerbank folgte der nächste Knall – der Verwaltungsrat (VR) des FC St.Gallen 1879 wurde ausgetauscht. Somit trat auch die Präsidentin der Frauen, Brigitta Mettler, zurück. Sie war ebenfalls Mitglied des VR. Ad interim führt nun David Zünd die Geschicke im Vorstand der Frauen. Erste Gespräche mit dem neuen VR-Präsidenten Matthias Hüppi sind geplant.
 

«Würden uns nicht gegen einen Aufstieg wehren»

Die Ostschweizerinnen verlassen haben im Winter Hannah Oberdorfer (Studium in Innsbruck) und Fabienne Hofer (FFC Vorderland / AT). Dafür konnte mit Fabienne Oertle vom FC Amriswil eine neue Torhüterin und auch eine Rückkehrerin verpflichtet werden. Oertle spielte bereits von 2012 bis Januar 2016 beim FC St.Gallen 1879, ehe sie in den Thurgau wechselte. Dort gelang ihr im Sommer 2017 der Aufstieg in die NLB. Aus der U17 stösst zudem Géraldine Ess in die erste Mannschaft. Nicht vergessen werden darf der verletzungsbedingte Ausfall von Stefanie Streule, die sich im August einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

St.Gallen-Staad hat ein viertägiges Trainingslager in Tenero absolviert und sich dabei den letzten Schliff geholt. Das gesamte Team ist kribbelig und freut sich, dass es nun wieder los geht. Obwohl Zürich «nur» auf Rang fünf liegt, wird es ein Spitzenspiel. Der FCZ-Nachwuchs hat nur fünf Zähler weniger als die Ostschweizerinnen.

Gelingt gegen Zürich ein guter Start, so ist für die mit zwei Punkten Rückstand an zweiter Stelle liegende Mannschaft alles möglich. «Wir würden uns gegen einen Aufstieg nicht wehren», sagt Leuzinger mit einem Schmunzeln. «Zeichnet sich diese Chance ab, so werden wir alles was möglich ist dafür tun.»
 

Anpfiff

NLB Frauen St.Gallen-Staad – Zürich, heute um 20 Uhr, auf dem Bützel in Staad.


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