Zum Klang des Wassers passen

RORSCHACH. Schönes Wetter, einzigartige Stimmung, entspannte Musik: So lässt sich das Musikfestival «Lakeside Unplugged» vom Wochenende in der Badhütte in Rorschach zusammenfassen.
20. August 2012, 01:37
MICHEL BURTSCHER

Es herrscht eine schöne, entspannte, gar romantische Stimmung am Samstagabend in der Badhütte in Rorschach: Man hört das Wasser plätschern, auf der Bühne spielt ein Künstler stimmungsvolle Musik, davor sitzen über 100 Gäste, dahinter geht die Sonne unter. Es kommt Ferienatmosphäre auf.

Der Anlass für das Treiben in der Badhütte: das Musikfestival «Lakeside Unplugged». Zwei Abende – Freitag und Samstag – mit je zwei Künstlern, die – wie es der Name schon sagt – unplugged spielen. Das Konzept ist zwar simpel, das Ergebnis jedoch absolut gelungen. Organisiert wird der Event von Dario T. Aemisegger.

Zwei Solokünstler

Das Programm am Samstagabend besteht aus zwei Solokünstlern: Zuerst spielt «Silentbass». Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich der Schweizer Bassist Lorenz Niederer. Mit Hilfe des sogenannten Live-Loopings schafft er es auch als Solokünstler, vielschichtige Klangstrukturen zu erzeugen. Er nimmt dabei Melodien auf und spielt dann darüber. Sein Repertoire reicht von ruhig bis rockig.

Als Höhepunkt des «Lakeside Unplugged» kündigt Dario T. Aemisegger den Musiker Mich Gerber – den zweiten Künstler am Samstagabend – an. Und er übertreibt damit nicht: Der Schweizer erzeugt mit seinem Kontrabass beeindruckende Melodien. Am Freitagabend traten die Schweizer Formation «Soul Lobby» und der österreichische Musiker Michael Hartenberger auf.

Anspruchsvolle Musikliebhaber

Er sei mit dem Verlauf des Wochenendes sehr zufrieden, sagt Aemisegger am Samstagabend. «Der Erfolg des Festivals ist den Künstlern, den Helfern und dem ausgezeichneten Wetter zu verdanken», sagt er. Eine kleine Crew von ungefähr acht Leuten helfen mit, dass das Festival reibungslos über die Bühne geht.

«Wir wollen mit dem <Lakeside Unplugged> entspannte, anspruchsvolle Musikliebhaber ansprechen», sagt Aemisegger. Wie wählt er die Künstler aus? «Sie müssen zum See und zur Sommeratmosphäre passen», sagt er. «Wirklich wichtig ist, dass die Musiker zum Wasser passen.» Denn der Klang des Wassers sei Teil der Musik.

Am 14. und 15. September wird Dario T. Aemisegger das Konzept von «Lakeside Unplugged» nach St. Gallen bringen: mit «Weihern Unplugged» auf den Drei Weieren. Wieder zwei Abende, vier Künstler und eine schöne Naturkulisse.


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