Bilder aus alten Zeiten und die passenden Lieder dazu

Barbara Camenzind sang, Thomas Zürcher spielte das Piano, Stadtbibliothekar Richard Lehner hielt eine Rede, als es am Samstag galt, von der Nostalgie-Ausstellung über Alt-Rorschach Abschied zu nehmen.
27. Mai 2013, 01:36
PETER BEERLI

RORSCHACH. Wie sehr alte Bilder und Gegenstände Erinnerungen wecken und wie sehr dieses gemeinsame Verweilen in vergangenen Zeiten die Menschen untereinander verbindet, zeigte sich während Wochen in der Ausstellung «Rorschach und Umgebung um 1900». Rund 3000 Menschen haben die von Fred Schuppisser und Markus Fausel aufgebaute Schau im ehemaligen Ex-Libris-Gebäude besucht. Viele davon hatten lobende Worte ins aufgelegte Besucherbuch eingetragen.

Erinnerungen tauchten auf

Manche dieser Eintragungen trauerten längst verschwundenen Zeiten nach. Andere staunten, was sich in Rorschach alles verändert hat. Am Samstag nutzten nochmals viele Besucher die Gelegenheit, die Bilder zu betrachten, wie die Stadt vor gut hundert Jahren ausgesehen hatte. Die alten Fotos zeigten Häuser und Strassenzüge und manchmal auch Menschen, die sie benutzt, in ihnen gearbeitet hatten. Plakate erinnerten an Festumzüge oder an die Passionsspiele von einst, an welchen der Urgrossvater noch mitmarschiert war oder von welchen die Grossmutter nach Jahrzehnten noch schwärmte, wie gerne sie selbst mitgespielt hätte.

Bei diesem Staunen wurden die Besucherinnen und Besucher von Tafelmusik begleitet. Barbara Camenzind sang und Thomas Zürcher spielte Klavier. Die beiden Musiker hatten sich bei den Vorbereitungen zu dieser Finissage erst kennengelernt und das gelungene Ergebnis lässt auf weitere solche Auftritte hoffen.

Hinweis auf die Entwicklung

Stadtbibliothekar Richard Lehner würdigte in seiner kurzen Ansprache beim Apéro, wie sehr eine derartige Ausstellung auf die Bedeutung der sich in positiver Entwicklung befindenden Stadt hinzuweisen vermag. Er dankte den beiden Initiatoren Markus Fausel, dem Inhaber der ehemaligen Buchdruckerei Fausel, und dem Sammler Fred Schuppisser dafür, dass sie ihre Schätze aus vergangener Zeit der Öffentlichkeit zugänglich machten und es auch bei anderen Gelegenheiten immer wieder tun. Stadtrat Ronnie Ambauen freute sich, wie der ehemalige Ex-Libris-Laden für Kleintheater, Konzerte und Ausstellungen genutzt wird und zu einem Ort der Kultur geworden ist.


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