Begegnung mit dem Papst

25 Jugendliche aus der Region Rorschach nahmen am Weltjugendtag in Madrid teil. Höhepunkte waren die Begegnungen mit Gleichgesinnten und die Messe mit dem Papst.
30. August 2011, 01:08
Franziska Tobler

Region Rorschach. Hunderttausende junge Menschen aus aller Welt haben sich in Madrid am Weltjugendtag getroffen. Darunter sind 25 Jugendliche aus der Region. Sie sind mit dem Car – die Reise dauerte 24 Stunden – in die spanische Hauptstadt gereist um ihren Glauben zu leben.

Schon während der Reise nach Spanien ist die Stimmung im Car locker. Viele der Jugendlichen haben ihre Musikinstrumente mitgebracht und stimmen ein Lied nach dem anderen an. Die Weltjugendtagshymne «Firmes en la fe», zu Deutsch: «Haltet am Glauben fest», wird zum Lieblingssong der Gruppe. In Spanien wohnen sie zusammen mit 400 anderen Deutschschweizern in zwei Turnhallen. Die Warteschlangen vor den sanitären Anlagen vermögen die gute Laune nicht zu trüben und die Tatsache, dass nur kaltes Wasser fliesst, ist dank der Hitze nicht so schlimm.

Neue Bekanntschaften

Überall finden Messen, Bibellesungen, Konzerte und Theater statt. Doch es bleibt Zeit, die Sehenswürdigkeiten Madrids zu besichtigen, unter anderem den Königspalast und das Stadion von Real Madrid. Die Menschenmassen sind enorm und die Strassen, Busse und U-Bahnen immer zum Bersten voll. Trotzdem herrscht Gelassenheit. Viele nutzen die Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schliessen und Facebook-Adressen auszutauschen.

Alle Teilnehmer erhalten einen Sieben-Tage-Pass für den öffentlichen Verkehr sowie einen Rucksack mit Liederbuch, Sonnenhut, Fächer, Trinkflasche, Rosenkranz, einem gelben T-Shirt mit dem Signet des Weltjugendtages, einem mehrsprachigen Matthäusevangelium und dem Jugendkatechismus der katholischen Kirche mit einem Vorwort vom Papst, worüber sich auch die drei reformierten Mitreisenden freuen.

Nacht im Regen

In bester Erinnerung bleibt das Abschlusswochenende, als Papst Benedikt XVI. mit den Jugendlichen eine Messe feiert und anschliessend alle gemeinsam auf einem ehemaligen Flugfeld im Freien übernachteten. Obwohl jeder kaum mehr als einen Quadratmeter Liegefläche zur Verfügung hat und es plötzlich zu regnen beginnt, nehmen sie Rücksicht und zeigen sich hilfsbereit.

Im November werden sich die Teilnehmer aus der Region Rorschach wiedersehen, um Fotos und Erinnerungen auszutauschen – und um vielleicht schon über eine Reise nach Rio de Janeiro nachzudenken, wo der Weltjugendtag 2013 stattfinden wird.


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