Vom Strassenfest zum Dorfest

WIDNAU ⋅ Gestern begann das neunte Moschti Fäascht, das mit einigen Neuerungen aufwartet. Neben dem neuen Standort, um das Schulhaus Wyden herum, ist erstmals eine mobile Mostpresse im Einsatz.
07. Oktober 2017, 08:49
Benjamin Schmid

Benjamin Schmid

Weil die Verhältnisse auf dem Festgelände rund um die Moschti, in der Büchelstrasse und Fuchsgasse, zu eng wurden, sprach vieles für das Schulhaus Wyden. «Schnell war klar, das Moschti Fäascht muss im Dorf bleiben», sagt Peter Frei und fügt hinzu: «Dadurch fiel das Sportgelände Aegeten weg.» Bereits im Frühjahr 2015 begannen die Gespräche über eine Verlegung des Festplatzes. In enger Zusammenarbeit mit den Behörden und den Vereinen sei ein Nutzungskonzept erarbeitet worden. Neben verschärften Sicherheitsbestimmungen stellte vor allem der Schutz der bestehenden Bauten ein schwer zu lösendes Problem dar. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Schule musste das Datum neu gewählt werden. «Die Aufbauarbeiten sind spannend für die Kinder, aber im gleichen Masse auch gefährlich», sagt Frei. Nun habe man für alle Beteiligten eine gute Lösung gefunden.

Heutzutage keine Selbstverständlichkeit

Neben dem neuen Festgelände stach vor allem die neue mobile Mostpresse ins Auge. «Für uns war immer klar, dass das Moschti Fäascht nicht ohne Apressata gelingen wird, daher schätzen wir uns umso glücklicher, konnten wir eine mobile Mostpresse auftreiben und in Stand setzen.» Ohne die unglaubliche Unterstützung aus der Bevölkerung und dem beispiellosen Einsatz sowohl der Vereine wie auch der Helferinnen und Helfer, wäre ein solches Fest niemals möglich. Daher gehe primär der Dank an die fleissigen Helfer im Hinter- und Vordergrund. «Es ist unglaublich, mit welcher Energie und Hingabe das ganze Ok-Team gearbeitet hat. In meiner Amtszeit kam es noch nie vor, dass ich vor der Eröffnung freie Zeit hatte», sagt Frei und ergänzt: «Das Ganze erstaunt umso mehr, als dass die Organisatoren auf freiwilliger Basis arbeiten.» Vergleiche man die Ausgaben früherer Feste, falle auf, dass sich diese exponentiell entwickelt hätten: «Heute geben wir alleine für die Sicherheit zwölf mal mehr aus als noch 2011.» Umso schöner sei es, all die Jahre auf ein funktionierendes Team zurückgreifen zu können und gemeinsam diese tolle Tradition am Leben zu erhalten.

Hinweis

Mehr Bilder auf rheintaler.ch unter Bilderstrecken.


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