Tagblatt Online, 08. September 2010 01:03:42
Kritik an «proWidnau» ungerechtfertigt
Es ist befremdend, wenn eine öffentliche Behörde den Widnauer Stimmberechtigten suggeriert, dass ortsfremde Personen sich für ein Nein stark machen. Im Komitee sind nur Widnauer. Es gibt jedoch sehr viele nicht stimmberechtigte Sympathisanten. Diese wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft des Widen-Areals und sind mehr betroffen als manch ein Stimmbürger. Die Gemeindegrenze Widnau endet direkt südlich vom Areal Widen. Die nachfolgenden Gebiete (Sternen, Weiler Hütte, Held) gehören politisch zu Diepoldsau.
Diese Einwohner sind somit leider nicht stimmberechtigt, aber genauso betroffen und wohnhaft im Dorf Widnau! Eine freie Meinungsäusserung sollte aber erlaubt sein.
Im Weiteren wird im Flyer der Casainvest nicht erwähnt, dass auf den Blöcken ein Attika-Geschoss geplant ist, also ein dritter und vierter Stock. Ebenfalls wird eine grosse, grüne Spielwiese simuliert.
Auf den publizierten Plänen sind die Wohnblöcke leider nicht mehr eingezeichnet, sonst würde jedem klar, dass es gar keinen Platz für eine solche grüne Wiese hat. Es wäre doch im Interesse von allen, die Überbauungspläne allen Bürgern von Widnau zu zeigen, oder etwa nicht?
Ebenfalls wirbt der Hauseigentümerverband Mittelrheintal für dieses Projekt.
Dabei sollte beachtet werden, dass Mitglieder dieses Vorstandes mit der Casainvest verbunden sind, und der Präsident des Hauseigentümerverbandes im Gemeinderat sitzt. Welche Informationen nun sachlich und seriös sind, scheint nicht wirklich klar zu sein. Eine Umzonung ist sehr zu begrüssen, aber eine Bebauung in diesem Ausmass nicht. Darum, Widnauer: Nein am 26. September.
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