Tagblatt Online, 08. September 2010 01:03:42
Bauen ja, aber nicht so!
Will Widnau zu einer Stadt anwachsen? Viele Bewohner sind der Meinung, über 150 geplante oder im Bau befindliche Wohnungen seien genug. Nur eine sinnvolle Bautätigkeit sichert uns eine wohnliche Zukunft. Innerhalb weniger Tage haben wir vom Referendumskomitee über 800 Unterschriften gegen eine Umzonung im Gebiet Widen gesammelt. Diese Tatsache unterstreicht den Unmut über die aktuelle Bautätigkeit. Dies sollte doch unsere Gemeindeführung aufhorchen lassen.
Jeder Widnauer hat nun die einmalige Gelegenheit, etwas für Widnau zu ändern. Die geplante Umzonung in W3 und der gekoppelte Überbauungsplan gehören nicht an den Dorfrand. Nur diese eine Abstimmung bietet allen Stimmbürgern die Möglichkeit, die Bautätigkeit von Widnau in eine gesunde Richtung zu lenken. Denn die Einsprachefrist des Überbauungsplans ist abgelaufen, und Einsprachen gegen zonenkonforme Bauten sind nur wenigen berechtigten Personen erlaubt. De facto heisst dies, es wird im vollen Umfang gebaut, und niemand kann mehr etwas dazu sagen.
Letzten Donnerstag wurden die Stimmbürger öffentlich zur geplanten Umzonung informiert. Die Kernbotschaft des Abends ist die Aussage des Eigentümers, dass selbst bei einem Nein an einer Wohn-Idee festgehalten wird. Dies bestätigt einmal mehr, wir entscheiden nicht nur zwischen Industrie oder Familien, sondern es gibt auch Lösungen dazwischen. Darum stimmen wir am 26. September Nein zum Teilzonenplan Widen.
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