Spannende Kilbiringete

RINGEN ⋅ In der 4. Runde der Premium League empfängt die RS Kriessern um 20 Uhr am Kilbikampf in der Burgwies Oberriet Vizemeister Hergiswil zur Finalrevanche. Zuvor, um 18 Uhr, empfängt der RC Oberriet-Grabs die RR Weinfelden.
29. September 2017, 05:18
Patrick Dietsche

Patrick Dietsche

Die Vorzeichen für diesen «Revanche»-Kampf sind allerdings deutlich anders als noch im Vorjahr. Die Kriessner haben bis jetzt mehrheitlich zu überzeugen gewusst und zeigten am letzten Samstag im Spitzenkampf gegen Willisau ihre beste Saisonleistung. Der samstägliche Gegner tut sich dagegen bis anhin schwer und kassierte in der letzten Runde gegen die RS Freiamt beim 7:30 eine regelrechte Klatsche.

Die Mannschaft stark verjüngt

Die Innerschweizer konnten in diesem Jahr ihr neues Trainingszentrum beziehen und haben sich davon einen Schub für ihr Team erhofft. Bis anhin hat sich dieser Effekt nicht wirklich gezeigt. Gelang der Auftakt mit einem Sieg gegen Einsiedeln noch ansprechend, waren die Auftritte gegen Willisau und eben Freiamt enttäuschend.

Den Hergiswilern muss allerdings angerechnet werden, dass sie gegen die Aargauer mit einer stark verjüngten Mannschaft antreten mussten, fehlten doch mit Thomas und Martin Suppiger, Raphael Kaufmann und Patrick Rölli gleich vier Leistungsträger. Dass damit gegen ein Spitzenteam kaum was zu holen ist, ist klar. Im Luzerner Derby gegen Willisau konnte man zwar in Bestbesetzung antreten, umso ernüchternder dann das klare 22:14 für die Lions. Für Coach Stefan Glanzmann sind die bisherigen Resultate allerdings nicht weiter tragisch. Die Zielsetzung «Halbfinal» ist weiter aus ei­gener Kraft erreichbar und damit ist man im Soll. Die Napfringer haben auf die neue Saison hin weder Transfers getätigt noch Leihringer engagiert und setzen voll auf den eigenen Nachwuchs. Dieser braucht natürlich etwas Zeit, um sich an die Gangart in der obersten Liga zu gewöhnen und diese Zeit will man den Jungen geben. Wer von den prominenten Abwesenden für den Kampf gegen die Kriessner wieder zurückkehrt, wird sich zeigen.

Kriessern will auf Kurs bleiben

Die Kriessner wollen gegen Hergiswil auf Kurs bleiben und peilen den dritten Saisonsieg an. Coach Hugo Dietsche steht das ganze Kader zur Verfügung und er wird sich sicher gut überlegen, ob er wie gegen Einsiedeln einige Leistungsträger für den voraussichtlich schwereren Kampf gegen Freiamt schonen will oder ob er kein Risiko eingeht und in Vollbesetzung antritt. Der RC Willisau hat sich wie erwartet als äusserst starkes Team gezeigt und die Kriessner wollen unbedingt vermeiden, schon im Halbfinal auf die Luzerner zu stossen. Das ist am einfachsten, wenn man in Tuchfühlung bleibt. Da die Wil­lisauer noch gegen die eher schwächeren Mannschaften aus Schattdorf und Einsiedeln antreten können, sind die Kriessner mit den Kämpfen gegen Hergiswil und Freiamt gefordert. Die Gastgeber freuen sich auf jeden Fall auf den Kilbikampf und ein volles Haus in der Mehrzweckhalle Burgwies in Oberriet.

Schwieriger Gegner für den RC Oberriet-Grabs

Ringen Der RCOG konnte letztes Wochenende gegen den NRC Thalheim die ersten Punkte ­einfahren. Nun gilt es diesen Samstag ab 18 Uhr in der dritten Runde der Winforce Challenge League gegen die Ringerriege Weinfelden nachzulegen. Das Heimteam ist heiss darauf, dem Kilbipublikum eine tolle Show zu bieten.

Gleicher Start, beide müssen punkten

Die Ringerriege Weinfelden hat sich im Kampf um die Playoff-Plätze schon oft als Stolperstein erwiesen. Die Ausgangslage vor der Begegnung ist für beide Mannschaften gleich, denn wie Oberriet-Grabs ist auch Weinfelden mit einem Sieg gegen Thalheim und einer Niederlage gegen Brunnen in die Saison gestartet. Da die Playoff-Qualifikation im Ringen kurz ist und beide Clubs ins den Halbfinal wollen, werden die Mannschaften wohl alles, was möglich ist, auf Sieg setzen.

In der letzten Begegnung, dem Rückkampf für die Playoff-Qualifikation 2016, mussten sich die Rheintaler gleich mit 13 zu 27 geschlagen geben. Was daraufhin folgte, war der unverhoffte Schritt in die Playouts, wobei die Oberriet-Grabser durch Siege über Illarsaz-Haut-Lac und die Ringerriege Uzwil den Abstieg verhinderten. An einen weiteren Gang in die Playouts wollen Vorstand und Ringer gar nicht denken. Denn mit dem Ziel den Wiederaufstieg in die oberste Schweizer Ringerliga bis 2020 zu schaffen, ist allen bewusst, dass man dieses Jahr den Halbfinal erreichen muss. Die Ringerriege Weinfelden kann in den tieferen Gewichtsklassen mit Thomas und Urs Wild auf zwei feste Grössen im Schweizer Ringsport zurückgreifen. Neben den Wild-Brüdern ist auch noch Junioren-EM-Teilnehmer Yves Müllhaupt zu erwähnen. Er wird wahrscheinlich in einer der mittleren Gewichtsklassen eingesetzt.

Der RCOG braucht sich jedoch keinesfalls zu verstecken, denn mit Ringern wie den beiden EM- und WM-Teilnehmern Flavio Freuler und Dominik Laritz, Nachwuchstalent und mehrfachem Schweizer Meister Nicolas Steiger und den ehemaligen ukrainischen Nationalringern Andriy Vishar und Sergiy Sirenko kann man auf gleich fünf fast schon sichere Siege zählen. Die Kämpfe im Burgwies, Oberriet, finden gleich neben der Kilbi statt und der RCOG freut sich auf zahlreiche Besucher. (mz)


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