Tagblatt Online, 30. März 2010 01:04:16
Neues Reservoir für Lutzenberg
Gemeindepräsident Erwin Ganz (im Führerhaus) führte den symbolischen Baggeraushub selbst durch. Mit dabei Esther Albrecht, vierte v.li. (Präsidentin Betriebskommission Wasserversorgung), Alfred Huber, mit roter Mappe (Ingenieure Wälli AG), sowie Mitglieder der Betriebskommission Wasserversorgung, Markus Keller (Keller AG) und Anwohnerinnen und Anwohner. (Bild: Bild: Andrea Plüss)
Im Oberbrenden fand gestern der Spatenstich für den Neubau des Wasserreservoirs Fuchsacker statt. Die Gemeinde Lutzenberg investiert 1,7 Mio. Franken in das «Bauwerk der Zukunft», das 2011 fertig gestellt sein soll.
andrea plüss
lutzenberg. Neben dem Schulhausneubau 1999/2000 ist der Neubau des Wasserreservoirs vom Investitionsvolumen her eines der grössten Bauvorhaben, das die Gemeinde bislang realisiert hat. Mit der Bauausführung betraut ist das Ingenieurbüro Wälli aus Heiden.
Beim Spatenstich dabei waren neben Gemeindepräsident Erwin Ganz, Mitgliedern der Betriebskommission, Ingenieur Alfred Huber (GL Wälli AG), Bauamtsmitarbeitern und Markus Keller (Keller AG) auch Anstösser.
Ohne Wasser geht nichts
«Heikel wird's beim Wasser, wenn es nicht kommt», so der Gemeindepräsident zur Begrüssung der Anwesenden. Erst, wenn das Wasser nicht mehr selbstverständlich aus dem Hahn komme, merkten die Menschen, wie wichtig das Wasser ist. Der Wasserverbrauch der Lutzenberger steige zwar momentan nicht, sei aber auf «hohem Niveau konstant», meinte Ganz.
Nach Abwägung verschiedener Varianten habe man sich gegen eine Sanierung des alten Reservoirs aus dem Jahr 1905 und für einen Neubau in unmittelbarer Nähe entschieden. Die Pluspunkte dieser Entscheidung hob Alfred Huber nochmals hervor: Während der Bauarbeiten bleibt das alte Reservoir in Betrieb. Das neue Reservoir bietet eine Erweiterung der Speicherkapazität von 400 Kubikmeter auf 700 Kubikmeter, was die Versorgungssicherheit mit Trink- und Löschwasser deutlich erhöht. Durch die höhere Lage kann zudem der Betriebsdruck verbessert werden.
Das neue überwiegend unterirdisch angelegte Reservoir wird aus wasserdichtem Stahlbeton erstellt. Durch den ebenerdigen Eingang erreicht man den Technikraum mit zwei Speicherbehältern, die Flexibilität auch bei der Wartung erlauben. Die Fertigstellung des Betonbaus ist für den Spätherbst vorgesehen. Im Frühjahr 2011 ist die Inbetriebnahme geplant.
Das «Bauwerk für die Zukunft», so Gemeindepräsident Erwin Ganz, sichert die Verbrauchskapazitäten für die nächsten 50 Jahre und wäre noch erweiterbar. In den Gesamtkosten von 1,7 Millionen Franken inbegriffen sind auch die neue Fernwirktechnik und ein neues Prozessleitsystem.
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