Tagblatt Online, 17. Dezember 2009 01:00:46
Sternstunde für Solidaritätswerk
Checkübergabe (von links) Heini Ziegler (Solidaritätsnetz Ostschweiz), Maria Tselouko (Kursleiterin Nähstube), Judith Metzler (Vorstand Kathrinahus), Barbara Wider (Präsidentin Verein Kathrinahus) und Leni Heule (Vorstand Kathrinahus). (Bild: Bild: Susi Miara)
Mitte November fand im Kathrinahus in Widnau die Ausstellung «Sternstunden» statt. Ein Teil des Verkaufserlöses wurde an die Nähstube des Solidaritätsnetzes Ostschweiz übergeben.
susi miara
widnau. Zehn Kursleiterinnen präsentierten zwischen 13. und 15. November im Kathrinahus Arbeiten aus verschiedensten Kursen. Von der Puppe über Porzellanmalereien, Modeschmuck, Jacken, Hüte, Mäntel, Schals, Geflochtenes aus Draht, Handgewobenes, weihnachtliche Gebinde, Weihnachtsguetzli und bis zu Lebkuchen, Seifen, Salben, Kerzen und Sternen war alles dabei. Die Gebrauchsartikel wurden nicht nur zum Betrachten ausgestellt, sondern konnten gekauft werden.
Einen Teil dieses Verkaufserlöses sowie der Gewinn aus der Kaffeestube hat der Verein Kathrinahus am Dienstag dem Solidaritätsnetz Ostschweiz gespendet. Insgesamt konnten dem Verein 2000 Franken übergeben werden.
«Speziell soll mit diesem Geld das Integrationsprojekt einer Nähstube für Flüchtlingsfrauen in Widnau unterstützt werden», erklärt Heini Ziegler vom Solidaritätsnetz.
Die vom Netzwerk betriebene Nähstube führt Nähkurse durch und bietet so 15 Frauen aus verschiedensten Nationen ein Beschäftigungsprogramm. «Wir haben Flüchtlinge aus Tschetschenien, Weissrussland, Russland, Türkei, Äthiopien, Somalia, Angola und Elfenbeinküste», erklärt Heini Ziegler. Die Kursleiterin Maria Tselouko kommt selber aus Russland und ist Kleiderdesignerin mit Hochschulabschluss. Auf diese Art will das Netzwerk das Verständnis zwischen Migranten und Einheimischen verbessern.
Mit dem gespendeten Betrag soll nicht nur Material, wie Stoffe und Maschinen, angeschafft werden. «Wir werden unseren Frauen auch an Kurse im Kathrinahus anmelden und so die Integration noch mehr fördern», sagt Heini Ziegler.
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