Tagblatt Online, 06. September 2010 01:04:53
Olympia-Feeling am Kellerfest
Haben sich ins Zeug gelegt, um ein attraktives und unterhaltsames Thaler Kellerfest auf die Beine zu stellen: (von rechts) OK-Chef Markus Wanner, Winzer Tom Kobel, «Schäflibeck» Karl Lutz und Bruno Bischof vom Turnverein Thal, der olympischen Geist ins Dorf bringt. (Bild: Bild: Rudolf Hirtl)
THAL. Erstmals wird am Thaler Kellerfest eine Bauern-Olympiade durchgeführt. Eine Riesengaudi für Teilnehmer und Zuschauer ist garantiert. Neu ist auch die gleichzeitig stattfindende Quartiermesse, die einen Einblick in das dörfliche Gewerbe bietet.
rudolf hirtl
Die Disziplinen hören sich abenteuerlich an, Siloballen rollen, Kuhwettmelken, Holzruggel sägen und ein waschechtes Thaler Original auf seinem Traktor durch das Dorf ziehen. Das klingt nach Schwerstarbeit, weshalb die erste Thaler Bauern-Olympiade denn auch als Teamwettbewerb ausgetragen wird. «Jede Mannschaft besteht aus vier Mitgliedern und erhält als Startgeld einen Harass Bier», sagt Bruno Bischof vom organisierenden Turnverein Thal. Mitmachen werden Teams von befreundeten Turnvereinen, Schwingklubs und bäuerlichen Vereinigungen.
Es wird demnach am Samstag, 11. September, ab 13.45 Uhr eine geballte Ladung Kraft auf dem Dorfplatz zu beobachten sein. Mannschaften, die sich zutrauen, hier mithalten zu können, sind eingeladen, sich bei Bruno Bischof (Telefon 079 262 23 88) anzumelden.
Erstmals mit Quartiermesse
Etwas beschaulicher wird es mitten im Dorf, zwischen Kirche und Rathaus, zu- und hergehen.
Zwölf Gwerbler werden an der im Rahmen des Kellerfestes stattfindenden Quartiermesse zeigen, wie vielfältig das Handwerk im Thaler Zentrum nach wie vor ist. Initiant der Messe ist «Schäflibeck» Karl Lutz. Im Rahmen des 100-jährigen Bestehens des Bäcker-Konditorenmeister-Verbandes des Kantons St. Gallen findet im September in verschiedenen Bäckereien eine Nacht der offenen Tür statt.
Bei ihm, so Lutz, werde es ein Tag der offenen Tür sein, da es sich anbiete, den Anlass ins Kellerfest einzubinden. Durch das Engagement weiterer Gwerbler sei es möglich geworden, die Leistungsschau (am Samstag, 11. September, von 10 bis 16 Uhr) auf die Beine zu stellen. Die weiteren Aussteller sind: Bildhauer Simon Weber, Restaurant Engel, Coiffeur Adonis, Ivan Jankovics Automobile, Baugerüst Bläsi, Eugster Storen, Zweirad Signer, Maler Grab, Höchner.ch und Eugster Autobeschriftungen.
OK-Präsident Markus Wanner zeigt sich erfreut darüber, dass Vereine und Gewerbe das Rahmenprogramm des Kellerfestes am Samstagnachmittag wiederbeleben. «Das ganze Dorf steuert zum guten Gelingen dieses Festes bei. So können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken.» Beibehalten wird laut Wanner der Drei-Jahres-Rhythmus des Festes.
Der Ursprung des Kellerfäschts führt, wie das OK im Festführer schreibt, bis ins Jahr 1942 zurück. Damals organisierte die Donnerstagsgesellschaft einen Winzerumzug; 1952 und 1958 folgten Winzerfestspiele. 1990 folgte ein Meilenstein mit dem grossen Winzerfest, aus dem schliesslich das heute bekannte Kellerfäscht entstand, das daher dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Achtzehn Vereine laden in Kellern und Festzelten im gesamten Dorfkern zum geselligen Zusammensein ein. Das Angebot ist riesig und gleicht einer kulinarischen Weltreise.
Chili con carne ist ebenso zu haben wie Lasagne, Spätzle, Risotto, verschiedene Würste und der Rheintaler Ribel. Für das musikalische Highlight ist das Krainer-Projekt verantwortlich. Freitag und Samstag werden sie mit den Hits der legendären Oberkrainer und mitreissenden Showeinlagen für Stimmung sorgen.
- Artikel empfehlen:









Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben