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Tagblatt Online, 08. Februar 2012 01:04:00

Öffentliche Hand bald ohne Land

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Welcher Weg führt zu mehr Gewerbe und Industrie? Das ist eine Frage, die Diepoldsau im Rahmen der Zonenplanrevision beschäftigen wird. (Bild: Gert Bruderer)

DIEPOLDSAU. 15 Einfamilienhaus-Parzellen geben die Politische Gemeinde und die Ortsgemeinde Schmitter in den nächsten Jahren ab. Es ist das letzte Bauland, das die öffentliche Hand noch hat. Nachschub ist nicht in Sicht.

GERT BRUDERER

In den letzten Jahren haben vor allem Gewerbe und Industrie viel Land von der Gemeinde erwerben können. Damit ist nun aber Schluss. Die Ortsgemeinde Diepoldsau hat ebenso wenig abzugeben wie die Ortsgemeinde Schmitter, die 2011 ihre letzte Parzelle im Industriegebiet verkauft hat; der noch ihr gehörende Boden ist im Baurecht abgegeben.

Auch die Politische Gemeinde besitzt kein Gewerbe- und Industrieland mehr. Sie hat in der jüngeren Vergangenheit verschiedenen Unternehmen insgesamt 1,2 Hektaren Land verkauft und damit die Reserven aufgebraucht.

Über 60 Interessenten

Die Politische Gemeinde prüft bis Ende 2013 im Rahmen der Zonenplanrevision, welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Gemeinde bestehen. Für den Bau von Einfamilienhäusern haben die Politische Gemeinde und die Ortsgemeinde Schmitter zwar noch 15 Parzellen vorrätig. Doch auch die sind praktisch schon vergeben. Über 60 Interessenten habe es gegeben, einen «richtigen Stau», sagt Tony Frei, der Präsident der Ortsgemeinde Schmitter. Das Land wird dieses Jahr und in den beiden nächsten Jahren etappenweise verkauft und bebaut.

Umzonung nicht bald möglich

Dass die öffentliche Hand in den nächsten Jahren zu neuem Land kommt, ist unwahrscheinlich. So hat zum Beispiel die Ortsgemeinde Schmitter zwar noch viel Landwirtschaftsboden. Dessen Lage lässt jedoch keine Umzonung in Bauland erwarten. Überhaupt ist mit keinen Umzonungen in naher Zukunft zu rechnen, wie Roland Wälter bestätigt.

Allerdings sei man mit Eigentümern im Gespräch, die insgesamt etwa 1,5 ha Land westlich des Rheins, also bei Widnau, besitzen. Es handelt sich grösstenteils um so genanntes Bauerwartungsland, aber auch um Landwirtschaftsland, das sich irgendwann vielleicht in Gewerbe- und Industrieland umwandeln lässt. Falls ja, geschähe dies nach Auskunft von Gemeindepräsident Roland Wälter etappenweise.





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