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Tagblatt Online, 10. Februar 2012 11:46:00

Mehr Frauen in den Kantonsrat

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Die Kantonsratskandidatinnen stellten sich am Polit-Podium vor: (v. l.) Corinne Lei-Matter (FDP), Gloria Schöbi (Jfrh FDP), Patricia Mattle (CVP), Monica Bangerter (CVP), Tanja Strauch-Frei (CVP), Sabina Herrsche (CVP), Catherine Reiter (Grüne), Carmen Bruss (SVP), Laura Bucher (SP), Monika Ackermann (SVP), Eva Graf Poznicek (SP), Sabine Greiser (GLP), Rosmarie Sieber (SP), Marlen Hasler-Spirig (CVP). (Bild: Bea Sutter)

BALGACH/HEERBRUGG. Am Mittwochabend lud das Frauenforum Rheintal zu einem Polit-Podium ein. 14 Kantonsratskandidatinnen des Kreises Rheintal nutzten diese Plattform, um sich vorzustellen. Es wird angestrebt, den Frauenanteil im Kantonsrat zu erhöhen.

BEA SUTTER

Unter dem Titel «Sind bald nur noch Männer im Grossen Rat?» lud das Frauenforum Rheintal am Mittwochabend zu einem Polit-Podium ins Restaurant «Weinstube» ein. Christa Nater und Doris Papendieck, Mitglieder des Kernteams des Frauenforums, moderierten den Abend. Sie begrüssten die Kantonsratskandidatinnen und die vielen interessieren Frauen – und einige Männer.

Frauenanteil erhöhen

Doris Papendieck zeigte die Entwicklung der Frauenvertretung des Bezirks Unterrheintal im Kantonsrat auf. Im Jahr 1996 belegten die Frauen 6 von 15 Sitzen. Das waren 38 Prozent. In Sachen Frauenvertretung sei das Unterrheintal ein Vorzeigebezirk gewesen, sagte Doris Papendieck. Im Jahr 2000 waren es 7 von 16 Sitzen. Nach der Fusion mit dem Bezirk Oberrheintal waren es 2004 noch 5 von 26 Sitzen. Seit der Verkleinerung des Kantonsrates liegt der Frauenanteil im Kreis Rheintal bei 18 Prozent. «Das ist viel zu wenig», finden die Veranstalterinnen. Das Frauenforum nehme diese negative Entwicklung nicht einfach hin. Die parteiunabhängige Organisation setze sich dafür ein, dass der Frauenanteil wieder steigt. Dazu diene auch dieses Podium, sagte Christa Nater. Bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen seien weibliche und männliche Bezugspersonen ideale Voraussetzungen. Diese Ideale sollten auch in der Politik angewendet werden. Von 21 kandidierenden Frauen nutzten 14 die Gelegenheit, sich vorzustellen und ihre politischen Ziele zu formulieren.

Am gleichen Strick ziehen

Interessant war zu hören, dass alle ähnlich denken. Ein Kanton sei attraktiv, wenn alle die gleichen Chancen bekämen, sei das in Bildung, Beruf oder Lohngleichheit. Ein besser ausgebauter öV würde die Attraktivität des Rheintals zudem steigern. Auch Familien-, Umwelt- und Energiefragen wurden thematisiert.

Die Kandidatinnen brachten zum Ausdruck, dass die Frauen, egal von welcher Partei, zusammenhalten und am gleichen Strick ziehen sollten, um erfolgreich das Ziel, den Frauenanteil im Kantonsrat zu erhöhen, zu erreichen.





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