Tagblatt Online, 26. Mai 2012 01:06:00
Gewerbe machte Nägel mit Chöpf
Es spielte der Musikverein Lutzenberg, verstärkt mit Musikanten aus Wolfhalden.
Über das Wochenende lädt das regionale Gewerbe zur Handwerker- und Gewerbeausstellung nach Lutzenberg ein. 50 Aussteller zeigen, was sie haben und können. Am Freitagnachmittag wurde die Leistungsschau offiziell eröffnet.
MAX PFLÜGER
LUTZENBERG. Schon acht Jahre sind seit der letzten regionalen Gewerbeausstellung ins Land gegangen. 2004 fand sie in Wolfhalden statt. Am Samstag und Sonntag lädt das lokale und regionale Gewerbe nun zur «Gwerb 12» nach Lutzenberg ein. Über 50 Aussteller präsentieren auf 900 Quadratmetern im Schulhaus Gitzbüchel ihre Produkte und Dienstleistungsangebote.
Mit dabei sind auch die Dorfvereine, die Gemeinden Lutzenberg und Wolfhalden, die Ausgleichskassen und die IV-Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden, die Korporation Elektra und die Alp- und Landwirtschaftliche Genossenschaft: eine vielseitige und breit abgestützte Leistungsausstellung von und für die ganze Region.
Mit Böllerschüssen eröffnet
Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung am späten Freitagnachmittag mit drei weithin hörbaren Böllerschüssen. Zuvor sprachen Regierungsrat Jakob Brunnschweiler, der Lutzenberger Gemeindepräsident Erwin Ganz, der Gemeindepräsident von Wolfhalden, Max Koch, Adrian Künzli, Präsident des Kantonalen Gewerbeverbandes AR, sowie OK-Präsident Beat Barmettler zu den geladenen Gästen.
Alle stehen dahinter
Als Erster begrüsste OK-Präsident Beat Barmettler die Gäste. «Ich freue mich, dass wir nun acht Jahre nach der Ausstellung in Wolfhalden bei uns in Lutzenberg Aussteller und Besucher empfangen dürfen.»
Es sollte nicht fehlgehen, meinte er, denn alle, Gewerbler und Vereinsmitglieder, hätten von Anfang an hinter der Idee gestanden, alle tragen die «Gwerb 12» mit.
Ein besonderes Kränzchen wollte der Präsident des OK den Ausstellern winden. «Die vielseitigen und schön gestalteten Stände zeugen von Einsatz, Engagement und Herzblut.»
Wichtig für das Dorfleben
«Was ist in einem Dorf wichtig?», fragte der Gemeindepräsident von Wolfhalden, Max Koch. Dann zählte er gleich eine ganze Reihe bedeutender, lokaler «Wohlfühlfaktoren» auf: «Eine gute Schule, ein Dorfladen mit breitem Angebot, tiefe Steuern, eine gute Wohnlage und tolle Einwohner. Und mit all dem haben wir in Lutzenberg und Wolfhalden Glück», meinte er, stolz auf seine Gemeinde.
Als ganz besonders wichtig zählte er dann ein gesundes und leistungsfähiges Gewerbe auf. Auch das finde man in der Region. Einen grossen Leistungsausweis hätten Handwerker und Gewerbe in Wolfhalden bei der Renovation des Gemeindehauses und der Kirche erbracht.
Nägel mit Chöpf
Gemeindepräsident Erwin Ganz und Adrian Künzli vom kantonalen Gewerbeverband erinnerten an die Bedeutung des Gewerbes vor allem auch als Ausbildner. «Das Gewerbe macht aus Stiften Nägel mit Chöpf», gab Erwin Ganz dem Ausstellungsmotto eine ganz neue Bedeutung.
Liberalisierung ist nötig
Regierungsrat Jakob Brunnschweiler erinnerte an ein Sprichwort: «Wer nach einer hilfreichen Hand Ausschau hält, findet sie am Ende des eigenen Armes.» Damit anerkennt er dem Mut des Gewerbes, mit der Ausstellung die Zukunft in die eigene Verantwortung zu nehmen. Mehr Initiative, weniger Einschränkungen und gesetzliche Hindernisse wünscht sich Brunnschweiler für die kommenden Zeiten.
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