Tagblatt Online, 25. Juni 2012 01:08:23
Bautätigkeit macht sich bemerkbar
Das Paar Nurane und Fisnik Salihi (Bildmitte) wohnen seit neun Monaten in St. Margrethen. Sie sind an die Zuzüger-Begrüssung gekommen, um neue Leute kennenzulernen. (Bild: Monika von der Linden)
Rund 80 Personen – so viele wie noch nie – folgten der Einladung der Gemeinde St. Margrethen zur Zuzüger-Begrüssung. Der Tennisclub am Bruggerhorn stellte sich stellvertretend für alle Vereine im Dorf vor. An der nahen Baustelle der ÖBB-Brücke gab es Heimatkunde hautnah.
MONIKA VON DER LINDEN
ST. MARGRETHEN. Es habe noch kein Jahr gegeben, in dem so viele neue Einwohnerinnen und Einwohner nach St. Margrethen gezogen seien wie im vergangenen, ist Gemeindepräsident Reto Friedauer überzeugt.
Viele Wiederkehrer
«Die rege Bautätigkeit macht sich bemerkbar», sagte Gemeinderätin Gabriela Brack. Sie organisiert die Zuzüger-Begrüssung seit vielen Jahren. Die Herkunft der Einzelnen sei durchmischt. Teilweise kommen sie aus umliegenden Gemeinden, aus anderen Kantonen oder direkt aus fernen Ländern. «Mich hat verblüfft, dass relativ viele St. Margrether wiederkehren, nachdem sie einige Jahre anderswo gelebt haben. Das zeigt doch, dass es hier nicht schlecht war. Sonst wären sie ja nicht zurückgekommen.», meinte Gabriela Brack.
Alles ist tiptop
Nurane und Fisnik Salihi stammen aus Mazedonien. Nurane Salihi lebt bereits seit zehn Jahren in der Schweiz. Vor neun Monaten schloss ihr Ehemann seine Studien im Heimatland ab und zog mit seiner Frau nach St. Margrethen. In nur neun Monaten lernte er, sich in deutscher Sprache so gut zu unterhalten, dass er unserer Zeitung ein kleines Interview geben konnte. Es sei in St. Margrethen tiptop, sagte Salihi mit einem typisch rheintalischen Ausdruck. Es gefalle ihm hier alles gut. Auf Frage, was dies genau sei, antwortete er. «Hier ist es sauber. Die Leute sind nett, fast alles gefällt mir.» Zur Zuzüger-Begrüssung seien die beiden sehr gerne gekommen, um neue Leute an ihrem neuen Wohnort kennenzulernen.
«Egal, woher man kommt, Vereine sind immens wichtig, um Kontakte zu knüpfen und sich zu integrieren», sagte Brack. Deshalb stelle sich jedes Jahr ein anderer Verein näher vor. Als Vorstandsmitglied des Tennisclubs St. Margrethen erzählte Stephan Oehry von seinem seit 1975 bestehenden Verein. Oehry lud die neuen Einwohner des Dorfes dazu ein, ihren Lieblingssport im Tennisclub zu betreiben oder Tennis bei den St. Margrether Mitgliedern zum Lieblingssport werden zu lassen. Das gegenseitige Beschnuppern und Kennenlernen führte die Gruppe bei einer Besichtigung der grössten Baustelle auf Gemeindegebiet – die ÖBB-Brücke, die St. Margrethen und Lustenau verbinden wird. Weiter informierten Rolf Künzler (Präsident Ortsgemeinde), Reto Friedauer und die Schulbehörde über Wissenswertes.
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