Tagblatt Online, 07. Februar 2012 01:05:31
Zug für Wälder ist abgefahren
Zwei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs sind fast alle Playoff-Positionen noch nicht klar bezogen. Fix ist nur Platz eins für den ATSE Graz und dass der EHC Bregenzerwald sowie der KAC II und Linz II zum Zuschauen verurteilt sind.
Die zum Siegen verdammten Bregenzerwälder leisteten im Ländle-Duell gegen Hausherr EHC Lustenau kräftig Gegenwehr und holten innerhalb von 19 Sekunden einen 0:2-Rückstand auf. Eine doppelte Überzahl kurz darauf liessen sie aber ungenützt und das sollte sich rächen. Die Lustenauer gingen erneut in Front und sahen sich in der Folge einem Wälder-Ansturm gegenüber. Das verdiente 3:3 durch Ville Valli (53.) hielt bis zum Ende der Verlängerung und somit musste das Penaltyschiessen entscheiden. Lustenau hatte knapp die Nase vorn und zerstörte somit die letzten Playoff-Hoffnungen der Gäste. Das Heimspiel des EHC Bregenzerwald vier Tage später war somit nur noch für die Statistik. Bei – 20 Grad Celsius in der Eisarena Alberschwende gewannen die Kapfenberger Bullen mit 3:0.
Neuzugang Barney trickst
Je einen neuen Legionär auf beiden Seiten bekamen die 1700 Fans beim Derby zwischen Lustenau und Dornbirn präsentiert. Und der vom HC Thurgau geholte Neo-Bulldog Scott Barney erwies sich als die gewünschte Verstärkung. Der Kanadier sorgte für die schnelle 1:0-Führung (3.), und beim Treffer zum 4:2 trickste er gleich vier Lustenauer aus. Auf der Gegenseite trug sich auch Landsmann Marc Rancourt, er besorgte den Anschlusstreffer zum 1:2, in die Skorerliste ein. Nach einem zwischenzeitlichen 6:2 für die Dornbirner setzten die Löwen zwar nochmals zu einem Endspurt an, mehr als eine Resultatkosmetik zum 4:6 lag aber nicht drin. Somit ist der EC Dornbirn weiter im Rennen um Platz zwei, denn Innsbruck verlor zu Hause gegen Graz mit 4:5 nach Penaltyschiessen.
VEU fertigt Linz 9:2 ab
Erwartungsgemäss klar war der Auftritt von Meister Feldkirch gegen Schlusslicht Linz. Trotz Ladehemmung der VEU zwischen Minute 17 und 51 wurden die Oberösterreicher – nach 16 Minuten hiess es bereits 6:1 – mit einem 9:2 bedient. Wieder als Spieler dabei war Coach Michael Lampert, der durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Johnny Hehle, Walter Fussi und Martin Mallinger nun sicher auch in den Playoffs ran muss. Im Grunddurchgang ist für die Feldkircher von Platz zwei bis fünf noch alles möglich. Die Entscheidung wird wohl im letzten Spiel gegen Innsbruck fallen. (gbö)
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