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Tagblatt Online, 30. August 2010 01:05:10

Wenn Banken Gold verteilen

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Keiner zu klein: Daniel Freund versucht sich beim Spiel. Stefan Bont (rechts), Chef UBS Altstätten, schaut zu. (Bild: Bild: Samuel Tanner)

In Altstätten war auf den vergangenen Samstag ein Goldrausch angesagt. Die vier Platzbanken UBS, Biene Bank, Raiffeisen und Kantonalbank – die Credit Suisse beteiligte sich nicht – veranstalteten im Rahmen der «Altstätter Samstage» ein Glücksspiel. Insgesamt vier Goldvreneli waren zu gewinnen. Doch Wettbewerb ist nicht gleich Wettbewerb.

Hätte man wohl im Fernsehen die Frage beantworten müssen: «Welche Farbe hat das Goldvreneli? A: Gold, B: Schwarz»; machten es die Banken den Passanten etwas schwerer, in die Endausscheidung zu kommen.

Kinder im Vorteil

Drei Fünfräppler bekam man, mit denen durch das Brunnenwasser in verschiedene, am Boden einer Konstruktion platzierte Ringe, gezielt werden musste. Was leicht tönt, entpuppte sich als Glückssache.

Karl Segmüller, Leiter Unterhaltsdienste der Stadt Altstätten, hatte eigens für das Glücksspiel eine Konstruktion entwickelt. Ein Selbstversuch zeigte, dass sich die Fünfräppler im Wasser noch eigenartig bewegten, bevor sie auf den Brunnenboden (und nicht wie gewünscht in die Ringe) fielen. Besonders ehrgeizige Goldsucher hielten vor ihren drei Versuchen jeweils kurz inne und schauten Strategien ab. Andere verliessen sich auf das Wettkampfglück.

«Es hat sich gezeigt, dass Kinder die Ringe eher treffen als Erwachsene», sagte Stefan Bont, Leiter der UBS-Geschäftsstelle Altstätten, der das Treiben schmunzelnd verfolgte. Ob der ausgeprägte Ehrgeiz der Kinder entscheidend war, oder gerade die gewisse Unbekümmertheit, bleibt offen. Wer einen der Ringe traf, hatte gute Chancen, am Ende auch einen der Preise abzuräumen.

«Wir möchten die Bestrebungen zur Belebung des Städtlis unterstützten», sagte Stefan Bont im Namen der vier Banken. Sie entschieden sich für einen der vielen Altstätter Brunnen als Standort. «Gold eignete sich gut als Gewinn, da es ja laufend an Wert zunimmt», sagte Bont, ganz der Banker. Das Städtli war gut besucht, während des Goldrauschs.

«Der Altstätter Samstag hat sich etabliert», sagte eine zufriedene Ruth Wanner vom Stadtmarketing. «Die Leute schätzen den Monatsrhythmus, so bleiben diese Samstage speziell.» Ausser den Banken war auch die IG Gastro Altstätten vertreten, die mit Grilladen und Getränken dem kühlen Herbstwetter trotzte. Martin Inauen vom Restaurant Bahnhof freute sich über die vielen Leute. Die St. Galler Formation «pan 4 u» versuchte mit ihren südlichen Klängen ebenfalls, das Wetter zu verdrängen.

Rivella rauschfrei

Im Städtli zeigte sich deutlich: Wer von den Banken was gratis möchte, muss Glück in Anspruch nehmen. Einen richtigen Goldrausch erlebten die vier Gewinner der Goldvreneli, die restlichen mussten sich mit dem goldfarbenen Rivella der Festwirtschaft begnügen. Garantiert rauschfrei. Samuel Tanner





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