Tagblatt Online, 07. Februar 2009 01:01:05
Patientin mit «Life-Box» an Bord
Die Patientin wird zum Rega-Helikopter gebracht. (Bild: Bild: HNZ)
kreuzlingen. Erstmals ist an Bord eines Rega-Helikopters eine kleine, mobile Herz-Lungen-Maschine eingesetzt worden – beim Transport einer Patientin von Kreuzlingen nach Bern.
Ein Herzinfarkt hatte das Herz der 51jährigen Patientin schwer geschädigt; das Organ war nicht mehr in der Lage, den Körper der Frau ausreichend zu durchbluten und mit Sauerstoff zu versorgen. Bereits auf der Intensivstation des Kreuzlinger Herz-Neuro-Zentrums Bodensee musste die Patientin an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden.
Der Zustand der Frau blieb aber unverändert kritisch, so dass die Ärzte eine Herztransplantation oder die Implantation eines Kunstherzes erwogen. Dafür musste die Patientin in ein Transplantationszentrum verlegt werden – ans Inselspital in Bern.
Die Kreuzlinger Spezialisten entschieden, erstmals eine mobile Herz-Lungen-Maschine an Bord eines Rega-Helikopters einzusetzen. Diese «Life-Box» ist so gross wie eine Schuhschachtel und wiegt 16,5 Kilo; die üblichen Herz-Lungen-Maschinen sind über 200 Kilo schwer.
Der 30minütige Flug sei «problemlos» verlaufen; die Patientin sei den Ärzten in Bern «in stabilem Zustand» übergeben worden, heisst es. (red.)
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