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Tagblatt Online, 08. Februar 2012 01:04:00

Ballett soll DJ Bobo begeistern

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Bereit für die Show: Die «Loft Dancers» (von links) um Simea Küng, Janine Küng, Laura Festini (Heiden), Nina Thür (Altstätten), Aaliyah Berner (Berneck), Livia Dornbierer, Francine Hoenner (Rebstein), Linda Wüst (Wolfhalden), Neva Sonderegger, Qatrunata Tedjasukmana und Tamara Reimann beim Proben im Rorschacher Studio. (Bild: Corina Tobler)

RORSCHACH. Vom St. Galler Stadtfest ins Schweizer Fernsehen: Die Mädchen von der Jugendtanzgruppe der Rorschacher Tanzschule Danceloft sind bei der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente» mit dabei. Heute Abend wird ihr Auftritt ausgestrahlt.

CORINA TOBLER

Die letzten Takte der Musik verklingen, die elf Tänzerinnen nehmen in der Mitte des Studios graziös ihre Schlusspose ein. «Und halten! Die Arme nicht fallen lassen, ihr müsst die Spannung wahren», ruft Lehrerin Veronica Rossetti dazwischen. Wenig später ist Probenende.

Heute ab 20 Uhr kann ihnen die ganze Schweiz beim Tanzen zuschauen. Der Fernsehauftritt bei «Die grössten Schweizer Talente» kam für die neun- bis dreizehnjährigen Schülerinnen unverhofft. «Wir hatten uns gar nicht beworben, die haben uns beim St. Galler Stadtfest gesehen und uns vorgeschlagen, bei der Show mitzumachen», erzählen sie. Veronica Rossetti, die vom Talentsucher angesprochen wurde, war zunächst überrumpelt. «Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte, aber die Mädchen waren sofort Feuer und Flamme.» Wenige Tage später reiste die Gruppe nach Zürich zum Casting.

Die Mädchen, die in der ganzen Seeregion, bis ins Rheintal und hinauf nach Heiden zu Hause sind, haben zwischen drei und sieben Jahren Erfahrung. Die Jugendtanzgruppe wurde vor zwei Jahren von Veronica Rossetti gegründet. Die Gruppe tritt mehrmals im Jahr öffentlich und an Privatanlässen auf. Das bedingt viel Probenarbeit, die die Mädchen aber gerne verrichten. Viele träumen gar davon, Profi zu werden.

Einen Vorgeschmack auf das Gefühl, im Rampenlicht zu stehen, haben sie im Casting vor vollem Saal und der Jury um Christa Rigozzi, DJ Bobo und Roman Kilchsperger erhalten. «Natürlich waren wir nervös, aber Angst hatten wir nicht – höchstens ein bisschen vor DJ Bobo», meint Simea kichernd. Die Kameras hätten beim Tanzen nicht gestört. «Es ist schon komisch, wenn du immer gefilmt wirst, sogar beim Schminken und beim Essen! Aber es war lustig», erinnert sich Nina. Wie ihr eigener Auftritt ankam, dürfen die «Loft Dancers» nicht verraten. Dass die Produzenten sich von ihnen Ballett statt Flamenco oder eine Shownummer wünschten, ist aber ein gutes Zeichen. «Wir tanzen am liebsten Ballett», sind sie sich einig. Was würden sie denn mit den 100 000 Franken tun, die den Gewinnern winken? «Ein neues Tutu kaufen. Jede von uns inklusive Frau Rossetti bekäme ja etwas über 8000 Franken», sagt Simea. Ihre Lehrerin schmunzelt. Andere wollen sparen fürs Ballett-Lager im Sommer oder einen Ausflug in den Europapark machen.

Siegchancen hat aber nur, wer nach dem Casting unter die besten 24 kommt. Die Mädchen würden zwar liebend gern live auftreten, freuen sich aber vorerst einfach auf die heutige Sendung. «Es ist ein super Datum. Simea, Nina und ich haben alle Geburtstag», verrät Neva. Damit steht fest: Wie immer die Jury ihren Auftritt auch bewertet, feiern werden die Tänzerinnen heute auf jeden Fall.





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