Tagblatt Online, 20. Juli 2012 08:00:00
Aus der Traum im Vorderland
Der idyllische Weiler Guggenbühl ob Wolfhalden verblieb in der Landwirtschaftszone, so dass sich die Baupläne von Michael Schumacher alias «Schumi» nicht umsetzen liessen. (Bild: Peter Eggenberger)
WOLFHALDEN. «Autorennfahrer Michael Schumacher will seinen Wohnsitz ins Appenzellerland verlegen». Diese Schlagzeile bewegte vor zehn Jahren das ganze Appenzellerland.
PETER EGGENBERGER
Als der vierfache deutsche Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher von der welschen Schweiz ins Ausserrhodische zügeln wollte, setzte im Kanton Hektik ein. Unter der Federführung der kantonalen Wirtschaftsförderung wurde nach geeigneten Liegenschaften abseits und doch nahe von Autobahn und Flugplatz Altenrhein Ausschau gehalten. Favorisiert war der rund 900 Meter über Meer gelegene Weiler Guggenbühl in Wolfhalden. «Am vorgesehenen Platz sind Wohngebäude mit Schwimmbad und Fitnesseinrichtungen sowie Pferdestallungen, Reithalle und Reitplatz vorgesehen», vermerkte die Presse im Frühling 2002.
Die mehrheitlich befürwortete Wohnsitznahme des weltbekannten Formel-1-Piloten hatte allerdings einen Haken, liegt doch das fragliche Gelände in der Landwirtschaftszone. Gegen die geplante Umzonung erhoben die Stiftung Landschaftsschutz, Pro Natura und Privatpersonen Einsprache.
Ende Mai 2002 stand fest, dass das Appenzellerland definitiv auf den Multimillionär und Steuerzahler Schumacher zu verzichten hatte. Grund war das Veto des Bundesamtes für Raumentwicklung, das klarstellte, dass das Projekt gegen Bundesrecht verstosse.
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