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Tagblatt Online, 16. Juni 2009 01:01:57

Waldbrand löschen am Bergli

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Im Ernstfall hätte es ohne Hydrantenwasser nicht gereicht: Der Zapfenbach lieferte zu wenig Wasser für die Wasserwerfer. Man hätte auch eine Leitung zum Binnenkanal legen müssen. (Bild: Bild: Mäx Hasler)

Am Samstag übten der Löschzug Montlingen der Feuerwehr Oberriet und ein Löschzug der Ortsfeuerwehr Koblach gemeinsam, wie ein Waldbrand am Montlinger Bergli zu löschen wäre.

Mäx hasler

Montlingen. Vor zwei Jahren hatten die Ortsfeuerwehr Koblach und die Feuerwehr Oberriet, die schon seit Jahren freundnachbarliche Beziehungen pflegen, ennet dem Rhein eine gemeinsame Übung, bei der es um Strassenrettung ging. Damals wurde ein Gegenbesuch abgemacht. Dieser fand am Samstag statt. Diesmal mussten die rund 40 Feuerwehrleute einen Waldrand bekämpfen.

Leitungszusammenbruch

Übungsannahme war, dass im Gebiet Malaunerweg/Bergliweg während einer Grillparty bei aufkommendem Föhnsturm Funkenflug einen Waldbrand entfacht hat. Schwerpunkt der Übung war aber nicht das Löschen, sondern der Aufbau einer Wassertransportleitung über eine relativ grosse Distanz unter Einbezug eines Wasserbeckens und einer Druckverstärkung. Erschwerend wirkte sich aus, dass die Vorarlberger ein anderes System anwenden als die St. Galler.

Weil ein Unglück selten allein kommt, wurde in der Übung ausserdem angenommen, dass das Hydrantennetz zusammengebrochen sei.

Für diese Übung wurde der Zapfenbach gestaut und angezapft. Mittels einer 650 Meter langen Transportleitung über den Zapfenweg, die Tännelistrasse und den Littenweg, vier Motorspritzen und zwei Ausgleichsbecken, 3000 und 10 000 Liter fassend, wurden die Wasserwerfer gespeist. Zusätzlich waren von beiden Feuerwehren noch je ein Tanklöschfahrzeug im Einsatz.

Zu wenig Bachwasser

Der Wasserverbrauch der Wasserwerfer war aber so hoch, dass der Zapfenbach zu wenig Wasser lieferte. Im Ernstfall hätte man darum auch Wasser aus dem Binnenkanal gepumpt. Vorgabe der Übungsleiter war, dass die Wasserwerfer innert 30 Minuten in Betrieb sind. Diese Vorgabe wurde erfüllt. Auf die gelungene Übung, bei der die Feuerwehrler gehörig ins Schwitzen kamen, wurde vor Ort mit einem Bier angestossen.

Dieses wurde zur Freude der Teilnehmer von der Familie Kuratli spendiert, die am Bergliweg ein Getränkedepot führt.

Übungsleiter waren der Vizekommandant der Ortsfeuerwehr Koblach, Jürgen Ammann, und Robert Dönni, Zugführer des Zugs 2 der Feuerwehr Oberriet. Übungsbeobachter war Pius Graber, Einsatzleiter Martin Walt von der Feuerwehr Oberriet.

Auch Vizekommandant Walter Seglias und die ehemaligen Feuerwehrkommandanten Urs Wüst, Montlingen, und Dietmar Larcher, Koblach, wollten sich diese aussergewöhnliche Übung nicht entgehen lassen.





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