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Tagblatt Online
17. Mai 2013, 01:39 Uhr

«Säntis» verzichtet auf Heizöl

Die Säntis Packaging AG in Rüthi erhält von der Schweizer Klimastiftung einen Beitrag von 40 000 Franken für den Einbau einer Anlage zur Wärmerückgewinnung.

KURT LATZER

RÜTHI. Obwohl immer noch damit in Verbindung gebracht: Batterien produziert das Rüthner Unternehmen schon seit Jahren nicht mehr. Wie schon der Name Säntis Packaging AG vermuten lässt, werden heute ausschliesslich Lebensmittelverpackungen hergestellt. Von Bechern über PET-Flaschen bis zu Kaffeekapseln. Bettina Fleisch, Geschäftsführerin der Säntis Packaging AG: «Im vergangenen Jahr haben wir etwa ein Milliarde Kaffeekapseln produziert. Damit sind wir der grösste Hersteller solcher Kapseln in Europa.»

Ökologie wichtig

Im innovativen Rüthner Unternehmen achtet man nicht nur auf Qualität und Produktivität. Auch das Thema Ökologie wird sehr ernst genommen. «Wir achten sehr auf Nachhaltigkeit und die Schonung von Ressourcen», erklärt Bettina Fleisch. Um effizient Energie zu sparen und damit die Umwelt zu schonen, beauftragte das Unternehmen 2012 einen externen Energieberater.

Das Ergebnis lässt sich sehen. Die Produktionshalle wird nicht mehr wie früher durch eine Ölfeuerung beheizt, sondern mit der Abwärme der Kompressoren. «Für die Produktion der Verpackungen sind durchschnittlich 40 Kubikmeter Druckluft pro Minute nötig», sagt Bettina Fleisch.

Ausbau in Arbeit

Mit dem Verkauf der «Säntis»-Liegenschaft im Dorf Rüthi kann das Unternehmen nun seine Aktivitäten am Standort an der Industriestrasse bündeln. Im Laufe dieses Jahres entstehen dort ein neues Lager für den Handel mit Batterien und ein neuer Verwaltungstrakt. Auch diese Neubauten werden durch Leitungen mit der Wärmerückgewinnung im Produktionsgebäude verbunden. «In Jahren mit hartem und langem Winter haben wir bis zu 80 000 Liter Heizöl verbraucht», sagt Peter Schneider, Produktionsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Säntis Packaging AG. Im vergangenen Jahr habe man rund 49 000 Liter Öl verheizt, «in Zukunft null».

Beitrag als Wertschätzung

Die errechnete Einsparung beim Öl beträgt im Jahr 531 112 kW/h, der CO2-Ausstoss wird um 148 400 Kilogramm verringert. Den Beitrag der Klimastiftung Schweiz schätzt Bettina Fleisch nicht allein wegen des Geldes. «Ich empfinde es auch als Wertschätzung unseres Engagements zur Schonung der Umwelt.» Bei all der Unterstützung dürfe man nicht vergessen, dass auch investiert werden musste. «Für die komplette Anlage mit den Anschlüssen an die Neubauten rechnen wir mit Kosten von einer viertel Million Franken», schätzt die Geschäftsführerin der Säntis Packaging AG. Als weiteren Beitrag zur Schonung der Umwelt plant das Unternehmen den Einsatz ölfreier Kompressoren.



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