Tagblatt Online, 08. Juni 2012 01:08:00
RTB ist bereit für neues Zeitalter
Ein Blick auf den Fahrplan, dann auf die Uhr. Das gehört bei der RTB bald der Vergangenheit an. Bis Ende 2013 sollen elektronische Anzeigetafeln informieren, wann welcher Bus wohin fährt. (Bild: Susi Miara)
ALTSTÄTTEN. Die RTB Rheintal Bus AG arbeitet an einem Projekt zur Errichtung von dynamischen Fahrgastinformations-Anzeigen. Als Erstes wird am Bahnhof Sargans eine solche Anlage installiert. Insgesamt sollen zehn Anlagen angeschafft werden.
SUSI MIARA
Wer bisher Schwierigkeiten mit dem Busfahrplan hatte, wird bald aufatmen: An wichtigen RTB-Bushaltestellen und an Bahnhöfen werden bis Ende 2013 elektronische Anzeigetafeln installiert, auf denen leicht abzulesen ist, wann welcher Bus wohin fährt, und wann er an der Haltestelle ankommen wird.
Pilotprojekt gestartet
«In vielen Schweizer Grossstädten ist es schon lange eine Selbstverständlichkeit, dass dynamische Fahrgastinformationssysteme im öffentlichen Personenverkehr nicht nur informieren, sondern auch Anschlüsse sichern», erklärt Hans Koller, Leiter Markt bei der Bus Ostschweiz AG. Dabei werden Fahrgäste über elektronische Anzeigemedien an den Haltestellen über Abfahrtszeiten und Verspätungen informiert.
Hans Koller ist überzeugt, dass diese Kommunikation ein Schlüssel für die Zukunft des ländlichen Raumes ist. Der Startschuss für die Testphase habe bereits mit dem Pilotprojekt am Bahnhof in St. Margrethen begonnen. «Auf den elektronischen SBB-Anzeigetafeln werden dort jetzt schon die Abfahrtszeiten der RTB-Busse angezeigt», erklärt Koller. Mit diesem Pilotprojekt wolle RTB die technische Machbarkeit prüfen. Denn mit der Einführung der neuen «S-Bahn St. Gallen 2013» im Dezember 2013 möchte die Rheintal Bus AG gemeinsam mit den SBB an den Bahnhöfen in Altstätten, Oberriet, Heerbrugg, St. Margrethen, Rheineck und Buchs mit solchen kombinierten Anzeigen auftreten. Vor allem aus finanziellen Gründen findet Koller gemeinsame Lösungen (Bus und Bahn) ideal. Je nach Grösse kostet nämlich ein dynamisches Fahrgastinformationssystem zwischen 30 000 und 40 0000 Franken.
Nicht an jeder Haltestelle
Nicht jede RTB-Haltestelle wird mit einer DFI-Anzeige bestückt. Priorität haben Haltestellen mit hoher Kundenfrequenz, wie zum Beispiel jene beim Rathaus in Altstätten. «Ein Fahrgastinformationssystem wäre auch in Gemeinden mit schlechten Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel in Diepoldsau, denkbar», erklärt Hans Koller. «Weil es wegen Staus auf dieser Strecke oft zu Verspätungen kommt, sollte der Fahrgast wissen, ob und wann seine Reise weitergeht.»
Informationen im Bus
Auch während der Fahrt sollen die RTB-Passagiere nicht auf umfassende Information verzichten müssen. Auf Bildschirmen in den Bussen werden die Fahrgäste in Zukunft an Umsteigeknoten (z. B. Heerbrugg) auch über die nächsten Verbindungen mit Zug und Bus informiert. Mit diesem Projekt möchte RTB ebenfalls nächstes Jahr starten. «Für RTB ist diese Umstellung eine grosse Herausforderung», so Koller. «Für den Fahrgast auf jeden Fall eine qualitative Verbesserung.»
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