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Tagblatt Online, 18. Februar 2010 17:14:32

Niemand kennt den Preis

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Das Wohnhaus am Kapellweg 81 wird an den Meistbietenden verkauft. (Bild: Bild: Susi Miara)

Die Amtsvormundschaft Mittelrheintal verkauft für einen Klienten sein Wohnhaus. Dafür wählt sie ein spezielles Vorgehen.

Widnau. Am Montag, 22. Februar, haben Interessenten die Möglichkeit, das Haus am Kapellweg 81 in Widnau zu besichtigen und ein schriftliches und verbindliches Angebot zu unterbreiten, erklärt Christoph Gloor von der Amtsvormundschaft. Anschliessend werde allen Bietern das Höchstangebot schriftlich mitgeteilt. Diese haben dann nochmals die Möglichkeit das Angebot zu erhöhen. Der Höchstbietende erhält schliesslich den Zuschlag. «Beim Verkauf einer Liegenschaft haben wir strenge Auflagen», sagt Gloor.

Am Schluss müsse sogar die Aufsichtsbehörde, das Departement des Innern, seine Zustimmung geben. Gesetzlich sei eine öffentliche Versteigerung vorgeschrieben. «Mit der internen Versteigerung haben wir aber viel bessere Erfahrungen gemacht und können einen höheren Preis erzielen», sagt Gloor. Dass die Vormundschaftsbehörde den Verkauf einer Liegenschaft übernimmt, komme nicht so oft vor.

«Wenn aber ausser dem Haus keine Vermögenswerte vorhanden sind, jemand pflegebedürftig wird und auf Ergänzungsleistungen angewiesen ist, muss das Haus als Vermögenswert zuerst verkauft werden.» (mia)





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