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Tagblatt Online, 10. Februar 2012 11:37:00

Museumsausbau aufgeschoben

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Unterm Götterhimmel im Göttersaal des Museums Prestegg (von links): Sabine Greiser von der Rheintaler Kulturstiftung; Thomas Stadler, Präsident der Museumsgesellschaft; Stadtpräsident Daniel Bühler; Katrin Meier, Leiterin kantonales Amt für Kultur und Vorsitzende der Steuergruppe Museum Prestegg. (Bild: Max Tinner)

ALTSTÄTTEN. Mit einem neuen Konzept, grenzüberschreitender Zusammenarbeit und mit der Konfessionsgeschichte des Rheintals als Schwerpunkt will das Museum Prestegg regionale Bedeutung erlangen. Es soll zudem für 6,5 Mio. Franken ausgebaut werden. Allerdings erst in drei, vier Jahren.

MAX TINNER

Das Altstätter Museum Prestegg verfügt über eine aussergewöhnliche Sammlung, die es mit einem geeigneten Konzept zu einem Museum mit regionaler Ausstrahlung macht. «Das Museum Prestegg ist eine Perle in der St. Galler Museumslandschaft», stellt Katrin Meier, Leiterin des kantonalen Amts für Kultur, fest. Am erwähnten Konzept arbeitet man freilich schon seit Jahren. Letztes Jahr hoffte man noch, ein bereits aufgegleistes Projekt zum Ausbau des Museums noch dieses Jahr durch die für die Finanzierung nötigen Abstimmungen zu bringen und 2013 mit dem Ausbau beginnen zu können.

Stadt setzt Priorität anders

«Wir wären so weit, dass wir nun zu bauen beginnen könnten», sagt Thomas Stadler, der Präsident der Museumsgesellschaft Altstätten. Die nötigen baustatischen und denkmalpflegerischen Abklärungen wurden getroffen, die Baupläne liegen griffbereit in der Schublade.

Die 6,5 Mio. Franken teuren Um- und Ausbauten werden nun aber auf Wunsch der Stadt Altstätten um drei oder vier Jahre zurückgestellt. Man rechnet zwar mit einem stattlichen Beitrag aus dem kantonalen Lotteriefonds und hofft auch auf Unterstützung von privater Seite; den Grossteil der Kosten wird aber die Stadt Altstätten tragen müssen. Und hier stehen zunächst andere Bauvorhaben wie das neue Rathaus im Vordergrund. In der Zwischenzeit wird die für die Neuausrichtung des Museums ins Leben gerufene Steuergruppe versuchen, die Trägerschaft für das künftige Museum auszubauen und nicht zuletzt auch weitere Geldgeber zu finden. Ausserdem will man das bereits weit gediehene Konzept noch weiter verfeinern.

Im Vordergrund steht dabei eine regionale Positionierung des Museums Prestegg, mit Schwerpunkt auf der Konfessionsgeschichte des Rheintals. «Die Sträusse, die Katholiken und Reformierte im Tal früher miteinander ausfochten, sind hochinteressant», betont Thomas Stadler. Diese hätten sich wesentlich auf alle Lebensbereiche der Menschen und auf die Entwicklung der Region ausgewirkt.

Geschichte und Kultur

Man möchte zudem das Museum Prestegg für kulturelle Veranstaltungen öffnen. Das Dachgeschoss des Nordflügels will man dafür zu einem Ausstellungs- und Veranstaltungssaal mit Platz für 200 Besucherinnen und Besucher ausbauen. Den Museumsgarten möchte man mit einem Allwetterbelag versehen. Thomas Stadler könnte sich hier Anlässe wie das Gastspiel des Wandertheaters Badener Maske vorstellen, das regelmässig nach Altstätten kommt.

Das Konzept überzeugt auch die Rheintalische Kulturstiftung, die den Ausbau des Museum unterstützt. «Das Museum Prestegg kann so wie ein kultureller Leuchtturm auf die ganze Region ausstrahlen», sagt Stiftungsrätin Sabine Greiser, «das wirkt sich auch positiv auf die verschiedenen Ortsmuseen in der Region aus.»





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