Tagblatt Online, 03. März 2010 01:04:15
Gezittert bis es dunkel wurde
Am Montag, beim grossen technischen Test, war die Welt noch in Ordnung: Die starken Lampen rund um den Fussballplatz funktionierten einwandfrei. Dann aber, oh weh, vor dem Länderspiel gestern abend, war es mit der gewohnten Zuverlässigkeit der Beleuchtungsanlage vorbei. Als die U17-Kicker sich einspielten, lag der Platz noch halb im Dunkeln, und DAS grosse Thema war deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht das grosse Fussballspiel. Als dieses dann um 19.
30 Uhr beginnen sollte, ertönte der Lautsprecher: «Wegen technischer Probleme wird das Spiel um ca. eine halbe Stunde verschoben.» Die Spieler, zu diesem Zeitpunkt in der Kabine, kamen um 19.39 Uhr auf den Rasen zurück. Kaum hatten sie diesen betreten, wurde es stockfinster. Keine Lampe brannte mehr, und manche sahen schwarz. «Da dörf jo nöd wohr si», meinte FCA-Sportchef Sandro Mazenauer.
Ein Zuschauer frotzelte «Da wär öppis för d'Fasnachtszitig», ein anderer fügte hinzu: «Nei, da isch öppis för dia.» Dann allerdings, oh Wunder, um 19.43 Uhr, als es plötzlich hell und heller wurde, schöpfte Sandro Mazenauer wieder Hoffnung: «Jetz gseht's gär nöd schlecht us.» Aber: So etwas habe er noch nie erlebt, dabei sei er nun weiss Gott schon lange beim Fussball. Die finale Erleichterung kam kurz darauf. Um 19.45 Uhr brannten endlich alle Lampen.
«Jetz tuet's», freute sich Mazenauer, machte einen Spruch und sagte lachend: «Humor muss sein – jetzt, wo es funktioniert.» Dem Fotografen riet ein Herr: «Am beschte machsch e Föteli, solang's no hell isch.» Bis zur Pause blieb es das. Dann war es wieder dunkel. Zeit verstrich, und schliesslich kam das Aus: Spiel abgebrochen! Schade, geht es bis zur Fasnacht noch so lang. (gb)
-
Weitere Artikel zu diesem Thema:
- Artikel empfehlen:









Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben