RS Kriessern vor einem Prüfstein

RINGEN ⋅ Die 5. Runde der Winforce Premium League bringt der RS Kriessern nochmals einen echten Prüfstein ins Haus respektive in die MZH. Die RS Freiamt hat bis anhin nur gegen den RC Willisau Punkte abgegeben und präsentierte sich in den letzten Kämpfen stark.
06. Oktober 2017, 05:20
Patrick Dietsche

Patrick Dietsche

Gleich zwei Kantersiege konnten die Aargauer in den letzten beiden Begegnungen für sich verbuchen. Weder die RR Einsiedeln noch die RR Hergiswil könnten dem Rüebliland-Express etwas Handfestes entgegenstellen.

Starke Mischung aus Routine und jungen Wilden

Die Freiämter stellen in dieser Saison ein starkes Team mit einer Mischung aus Routiniers und aufstrebenden Nachwuchsleuten. Die unteren Gewichtsklassen bis 74 kg sind sehr stark besetzt. Die Kaderringer Nino Leutert und Randy Vock haben sich, wie die meisten Kaderathleten, deutlich weiterentwickelt. Routinier und Olympiafahrer Pascal Strebel hat nichts von seiner Stärke eingebüsst und ziert zusammen mit Ninos Zwillingsbruder Nils Leutert die Spitze des Premium-League-Einzelklassements mit einer makellosen Bilanz von vier Überlegenheitssiegen. Michi Bucher hat sich lange Zeit ein Duell mit Marc Dietsche um die Nummer eins in der Schweiz und im Nationalkader geliefert, bis er von einer chronischen Rückenverletzung zurückgeworfen wurde. Nun scheint er rechtzeitig auf die Meisterschaft wieder in Fahrt zu kommen, und es dürfte eines der spannenden Duelle des Abends werden, sollten die beiden Kontrahenten aufeinandertreffen. Nicht ganz so stark ist dann die obere Hälfte des Teams, wobei dies in keiner Weise heissen soll, dass dieser Mannschaftsteil der Aargauer unterschätzt werden darf. Jayan Göcmen, Nico Küng und Roman Zurfluh hatten allesamt Nationalkader-Status und mussten wegen Verletzungen pausieren oder das Pensum wegen intensiver Ausbildung reduzieren. Sie kommen mit jedem Kampf besser in Fahrt und gehören zu den regelmässigen Punktelieferanten. Pascal Gurtner hat etwas von seiner Power der letzten Jahre eingebüsst, ist aber nach wie vor ein Kraftpaket, dass nur schwer zu fassen ist.

Eine Steigerung ist nötig

Wollen die Kriessner auch den dritten Heimkampf der Saison erfolgreich gestalten, ist trotz klarem Sieg eine Steigerung im Vergleich zur Hergiswil-Begegnung nötig, denn diese haben bei weitem nicht das Format der RS Freiamt. Es wurden zu viele Punkte verschenkt, es schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, die wohl bestraft würden. «Wir müssen an die Leistung des Willisau-Kampfes anknüpfen, wenn wir als Sieger von der Matte gehen wollen.» so Kriesserns Chef Hugo Dietsche. Es ist anzunehmen, dass seine Athleten in der Lage sind, den Schalter wieder umzulegen. Die Kriessner profitieren davon, mit einem für ihre Verhältnisse breiten Kader anzutreten und so die Aufstellung dem jeweiligen Gegner anpassen zu können. Wer am Samstag ab 20 Uhr auflaufen wird, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Sicher nicht zum Einsatz kommt Leihringer Urs Wild, der eine Daumenverletzung auskurieren muss. Ob Damian Dietsche ins Team zurückkehrt oder Dominik Laritz seinen zweiten Einsatz für den Nachbarn absolvieren wird, ist aktuell noch Spekulation.

Ringerbrunch am Sonntag, 29. Oktober

Als Dankeschön an Helfer und Fans organisieren die Ringer der ersten und zweiten Mannschaft einen Ringerbrunch am 29. Oktober, nach dem letzten Kampf der Vorrunde. Ab 9.30 Uhr ist das Buffet in der Mehrzweckhalle eröffnet – und alle sind dazu eingeladen. Es gibt keinen fixen Preis für den Brunch, jeder darf so viel ins Ringertrikot werfen, wie ihm der Plausch wert ist. Anmeldungen nehmen Bettina Dietsche (071 755 42 53) und Rainer Betschart (071 750 00 01) entgegen.


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