Neugass-Gestaltung wird teurer

INFOVERANSTALTUNG: HASLER AREAL – POSTAGENTURINFOVERANSTALTUNG: HASLER AREAL – POSTAGENTUR ⋅ Projektanpassungen und unvorhergesehene Aufwendungen verteuern die Strassenraumgestaltung um voraussichtlich 747000 Franken. Die Gemeinde wird die anteiligen Mehrkosten übernehmen.
05. Oktober 2017, 05:18

Das kantonale Tiefbauamt rechnet für die Strassenraumgestaltung der Neugass mit Mehrkosten von rund 747000 Franken gegenüber dem ursprünglichen Kredit von 4996000 Franken aus dem Jahr 2011. Der Gemeinderat hat die Übernahme der anteilmässigen Mehrkosten zugesichert.

Projekt wurde überarbeitet

Bereiche mit Einflussmöglich­keiten Gemeinde (Poller, Lampen, Belagsfarben, Randsteinabschlüsse, Materialisierung des Trottoirs) wurden mit ortsan­sässigen Architekten diskutiert. Am 26. Januar 2016 war eine Volksmotion «Bessere Gestaltung der Neugass» mit 308 gültigen Unterschriften eingereicht worden. Der Gemeinderat hatte bereits im Dezember 2015 die Van de Wetering Atelier für Städtebau GmbH, Zürich beauftragt, sich mit der Überarbeitung der Gestaltung auseinanderzusetzen, bei der auf den historischen Dorfkern Rücksicht genommen werden sollte. Gemeinderat und die Vertreter der Volksmotion kamen überein, die Motion von der Geschäftsliste als erledigt abzuschreiben und im Gegenzug die Vertreter der Volksmotion im Rahmen des Möglichen bei der Gestaltungsplanung zu beteiligen.

Das weiterentwickelte und überarbeitete Projekt wurde dem Kanton vorgestellt, dessen Vertreter stimmten einer vereinfachten Belagsgestaltung und der Installation neuer LED-Lampen zu. Beim nicht im Projekt integrierten Rathausplatz könne die an­gestrebte Verkehrsführung mit anderen gestalterischen Massnahmen erzielt werden. Die optimierte Gestaltung konnte in der Folge in die Projektpläne eingearbeitet werden. Ausserhalb des Projektperimeters und ohne Kostenfolge für den vorliegenden Kredit wurde im August 2016 eine Anpassung der Gestaltung des Platzbrunnenplatzes zwecks Reduktion der Poller initiiert. Mitte August 2017 wurde der bereinigte Kostenvoranschlag mit den Vertretern des Kantons und der Gemeinde besprochen.

Projektanpassungen mit Mehrkosten

Mit den Projektanpassungen sowie aufgrund unvorhergesehener Aufwendungen wird gemäss bereinigtem Kostenvoranschlag von Aufwendungen über 4996000 Franken ausgegangen, was gegenüber dem Kostenvoranschlag Mehrkosten von total 835000 Franken entspricht, wovon 251000 Franken Spezialkosten der Gemeinde sind. Die Restkosten werden zu 65 Prozent (379600 Franken) vom Kanton und zu 35 Prozent (204400 Franken), gestützt auf Art. 69 StrG, von der Politischen Gemeinde Berneck getragen werden. Die veranschlagten Spezialkosten der Gemeinde umfassen Mehraufwendungen für den Granit-Wasserstein (134000 Franken/tiefere Unterhaltskosten), für den eingefärbten Belag des Trottoirs (88000 Franken), für die Poller (19000 Franken/Modell mit Sollbruchstelle und zusätzliche Poller), für das Honorar für Projekt- und Bauleitung von 10000 Franken.

Der Gemeinderat hat die Übernahme der ausgewiesenen Mehrkosten in Höhe von 204400 Franken zugesichert. Die höheren Spezialkosten, mit 163000 Franken beziffert, werden ebenfalls übernommen. (gk)

Der Gemeinderat lädt alle Berneckerinnen und Bernecker sowie Interessierte zur öffentlichen Info-Veranstaltung zu den Themen Hasler Areal und Postagentur ein.

Hasler Areal: Mitten im Zentrum von Berneck befindet sich das sogenannte Hasler Areal. Es soll in den nächsten Jahren einer Neunutzung zugeführt werden. Die Investoren haben ein Bebauungsprojekt erarbeitet. Da sich das Areal mitten im Ortsbildschutzgebiet von nationaler Bedeutung (ISOS) befindet, haben bei der Entwicklung des Areals Gemeindevertreter, die kantonale Denkmalpflege sowie ein unabhängiger Architekt mitgewirkt.

Postagentur: Am 20. November 2017 startet die neue Postagentur im bestehenden Volg-Laden an der Neugass 15. Über den Winter wird das ehemalige Postgebäude umgebaut und saniert. Der neue Volg samt Postagentur soll im Frühjahr eröffnet Werden. Die Post informiert über das künftige Postangebot in Berneck und beantwortet Fragen.

Termin

Donnerstag, 9. November, 19 Uhr, Mehrzweckhalle Bünt.


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