Lichterfest im Lienzer Riet

LIENZ ⋅ Am Dienstag führten die Schüler von Lienz ihre Eltern und Freunde mit leuchtenden Laternen durchs nächtlich dunkle Riet. Unterwegs führten sie ein Singspiel auf.
07. Dezember 2017, 05:20
Max Pflüger

Max Pflüger


Kurz nach 18.30 Uhr begrüsste Christian Bardorf die vielen Eltern, Verwandten und Freunde der 31 Schüler des Kindergartens und der Primarschule beim Schulhaus Wingert. Sie hatten zum Lienzer Lichterfest eingeladen. Mit selbst gebastelten Laternen führten sie ihre Gäste zum Riet, hinaus bis zur Bahnlinie und beim Wasserwerk vorbei zum Hof Engelersmaad und zurück zum Schulhaus. Unterwegs erzählten die Kinder die in die ­Adventszeit passende Geschichte von Lumina, dem Waisenmädchen.

Von allen verstossen irrte das Mädchen mit seiner Laterne auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf umher und begegnete im Wald verschiedenen wilden Tieren, Wölfen und Eulen. Schliesslich traf es einen freundlichen Jungen, der ihr inzwischen erloschenes Licht wieder anzündete und sie mit nach Hause nahm. Die Bilderbuchgeschichte wurde von Christian Bardorf, dem Gatten der Schulleiterin Ursula Bardorf, mit Liedern zu einem herzigen Singspiel ergänzt und auf einer von Hauswart Hans­edi Obrist gestalteten fahrbaren Bühne aufgeführt.

Begleitung von ad hoc gebildetem Männerchor

Begleitet wurde der Schülerchor von einem ad hoc gebildeten Männerchor mit rund einem Dutzend Vätern und auf dem Akkordeon von Pascal Bösch aus Rüthi. Nach einem rund einstündigen Marsch durch die Dunkelheit erreichte der Lichterzug wieder das Schulhaus, wo die Kinder von ­Nikolaus und Schmutzli erwartet wurden.

Das stimmungsvolle Lienzer Lichterfest fand so bei Nüssli, Mandarinen und wärmendem Punsch einen gemütlichen Abschluss. Es wurde für einmal spät, doch machte dies nichts: Die ­Kinder durften am Mittwochmorgen ausnahmsweise einmal etwas später zur Schule kommen.


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